Make Jesus great again!



Ich bin nur ein einfacher Mensch, um es mit den Worten von Forrest Gump zu sagen.
Hier finden sie Gedichte, die ich nach meinem Verständnis der Bibel geschrieben habe.
Einige davon befinden sich auch in meinem Sammelband der besten Gedichte"Bittersüßes Menscheinander".  Die hier vorgestellten explizit christlichen Gedichte habe ich zum Weiterlesen mit der ausschlaggebenden Bibelstelle versehen. Meine kleinen Reime erheben nicht den Anspruch gelehrter Theologie, sondern sollen bezeugen, was bereits ein tiefsinniger Denker der Christenheit einmal so darstellte:  Das Evangelium von Jesus Christus kann man auf fünf Worte herunterbrechen:  Jesus Christus starb für mich!  Tip für Bücherliebhaber: Auch dieses Werk kann man in Papierform überall im Buchhandel oder Internetbuchhandel erwerben.




Wenn Jesus in das Leben kommt

 

Christliche Gedichte

 

Hans – Georg Wigge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Copyright 2019 by Hans – Georg Wigge

ISBN: 9783752857306

Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand, Norderstedt

 

 

Inhalt:

 

Wenn Jesus in das Leben kommt   5

Danke  7

Unsichtbar  10

Selig sind  11

Früchte des Geistes  12  

Der neue Bund  13   

Steht auf  14

Kainsmal  15

Ich war hungrig...  16

Bettroulette  17

Unheimlicher Besuch  19   

Geht zu allen Völkern  21   

Jesus 24/7  23   

Wie die Liebe wächst  24

Was bleibt?  25

Retter  27

Zurück zu den Wurzeln  28

Heiligen – Schein  29

Glaubensbaum  30

Der Fall  31

Herbst des Lebens  32 

Balken im Auge  33

Gaben nicht vergraben  34

Ist Gott tot?  35

Frühbucher  36

Jesus rettet  37

Zeit der Stille  38

Lebensabend  40

Ich will  41

Neue Kreatur  42

Herzensraum  43

Atheist – Christ  44

Was wenn doch?  45

Am letzten Tag  46

Dankgebet  47

Gottes Plan  48

Im Schneckenhaus  49

Schöpfer  50

Scheiterhaufen  51

…nie tiefer als in Gottes Hand  52

Frühling  53

Der Sinn des Lebens  54

Ein oder Anderer?  55

Wasserdampf  56

Nur Jesus  57

Aufstehn  59

Auf dem Weg nach Bethlehem  60

Last Minute  61

Feiert Jesus (Sinn der Weihnacht)  62

Runderneuerung  63

Freundschaft  64

Seelenpflege  65

Man nehme  66

Das Petrussyndrom  67

Befreiung  68

Wenn ich nicht…  69

Der kleine Lord  70

Carpe Diem  71

Eine Welt  72

Menschenkette  73

Winterabend  74

In der Himmelswerkstatt  76

Auf Jesus Spuren  78

Der Weg  79

Stille Stars  80

Himmelwärts  81

Teilen  83

Zweifel  84

Mächtig in den Schwachen  85

Das Land Egoist  86

Zwiesprache  87

Vorurteile  88

Seelenmeertaucher  89

Spötter der letzten Tage  91

Dorfgespräch  93

Kleiner Mensch  95

Da war einer  97

Schwerter zu Pflugscharen  99

Am Jüngsten Tag  100

Lebendiges Wasser  101

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Jesus in das Leben kommt   

                                                        

Matthäus 8, 23-27

 

Wenn Sturm das Boot zum Kentern bringt,

kann Gott dir Rettung zeigen,

denn Jesus hebt nur seinen Arm

und bringt den Wind zum Schweigen.

 

Wenn Leid und Trauer Gäste sind,

dann rufe nach dem Herrn,

Trost hat uns Jesus zugesagt,

er hat die Schwächsten gern.

 

Wenn Krankheit dich zum Zweifeln bringt,

dann strecke aus die Hand,

zu Jesus, der die Heilung ist

berühre sein  Gewand.

 

Wenn Einsamkeit dein Herz zerfrisst,

dann bringe Gott dein Leid,

denn Jesus hört dir gerne zu,

hat immer für dich Zeit.

 

Wenn Hass und Zorn die Seele quält,

schwer auf dir liegt wie Blei,

dann gib´ es nur an Jesus ab,

er macht die Seele frei.

 

Wenn Leben dir zur Bürde wird,

die Welt zum Trümmerfeld,

dann schmiege dich in Jesus Hand,

weil er dich immer hält. 

 

Wenn Schuld auf deinem Leben liegt,

befreie dich davon,

bring´ sie zum Kreuz auf Golgatha,

leg sie vor Gottes Sohn.

 

Wenn keine Hoffnung in dir ist,

dann lese Gottes Wort,

es bringt dir Zuversicht und Heil

nimmt alles Dunkle fort.

 

Wenn Suchen dich an Grenzen bringt,

dann greife endlich zu,

denn Jesus wartet schon auf dich,

er fragt: „Was fürchtest du?“

 

Wenn Jesus in dein Leben kommt

Macht Leben endlich Sinn.

Dann wirst du neue Kreatur,

dann sagst du froh: „Ich bin!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke                                                                               

 

Thessalonicher 5, 16-18

 

Herr, ich will dir täglich danken,

für den Aufschnitt und das Brot.

Für den Kaffee, den ich trinke,

für mein Dasein ohne Not. 

 

Danke für den Strom, die Heizung,

danke, dass ich duschen kann,

danke für die viele Technik

und für den, der sie ersann. 

 

Danke für das Obst, Gemüse,

danke für den Überfluss,

danke für das gute Wasser,

das ich nicht weit holen muss. 

 

Danke für das Auto, Smartphone,

für das Ohr am Puls der Zeit,

danke für den Lohn der Arbeit,

danke für den Trost bei Leid. 

 

Danke für die Luft zum Atmen,

für den Arzt, der Krankheit heilt,

danke für die Nächstenliebe,

die mit uns ein Helfer teilt. 

 

Danke Herr, für weiche Betten,

für den Schlaf und für die Nacht,

danke Herr, dass auch bei Tage,

deine Liebe uns bewacht. 

 

Danke für die Zeit des Friedens,

dass wir hier so sicher sind,

danke für die Chance der Bildung,

die es gibt für jedes Kind. 

 

Danke Herr, für die Gemeinde,

danke Herr, für die Geduld,

danke, denn wir sind gerettet,

ganz egal, wie groß die Schuld. 

 

Danke Herr, dass ich den Armen,

von dem Reichtum geben kann,

danke Herr, ich bin gesegnet,

dass mein Leben hier begann.

 

Danke Herr, für Haus und Garten,

danke Herr, für unser Land,

danke Herr, fürs Augen öffnen,

über unseren Tellerrand. 

 

Danke für Familie, Freunde,

lasst uns täglich Zeugnis sein.

Jesus ähnlicher zu werden,

sei das Streben ganz allein. 

 

Danke Herr, wir dürfen zeigen,

dass wir deine Diener sind,

dass wir nicht Verfolgung leiden,

wie so manches Gotteskind. 

 

Danke Herr, für deine Worte,

aus der Bibel jeden Tag,

dass wir uns nicht sorgen müssen,

was wohl morgen kommen mag. 

 

Danke Herr, für alle Menschen,

jeder Mensch ein Unikat,

danke Herr, dass Engel jubeln,

wenn ein Mensch folgt deinem Pfad. 

 

Danke Herr, für unsere Rettung,

dort am Kreuz auf Golgatha.

Danke Jesus, unser Leben,

sei dein Lobpreis immerdar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsichtbar                                                                                                            

 

5. Mose 5,16

 

Sie werden nicht mehr beachtet,

von vielen als nutzlos betrachtet,

als hätten sie keinen Wert. 

 

Auch sie waren einst voller Leben,

ihr Alltag ein Schaffen und Streben,

als Mensch unter Menschen begehrt. 

 

Sie standen im Scheinwerferlicht,

ihr Wort hatte Wert und Gewicht,

dann langsam wurden sie alt. 

 

Ganz langsam zur Seite geschoben,

den wichtigen Dingen enthoben,

erlahmten auch Kraft und Gestalt. 

 

Es schwanden die Fitness, die Jugend,

des Zeitgeistes wichtigste Tugend,

es stört nur der Alten Geschwätz. 

 

Statt von der Erfahrung zu nehmen,

begann man sich ihrer zu schämen,

doch zappelt einst jeder im Netz. 

 

Bedenket ihr Starken und Jungen,

noch niemandem ist es gelungen,

das ewig in Jugend er harrt. 

 

Dann sitzt du als Alter zu Hause, 

dein Leben nur Leerlauf und Pause,

wenn keiner begehrt deinen Rat. 

 

Schau in die Gesichter, die alten,

betrachte die Haut voller Falten,

auch sie waren alle sehr schön. 

 

Beginne die Alten zu achten,

die so viel im Leben vollbrachten,

sonst wird man auch dich überseh´n.

 

 

Selig sind                                                         

 

Matthäus 5, 1-11

 

Selig sind, die Mitleid haben, sich nicht nur am Ego laben.

Selig sind, die selber denken, sich dem Zeitgeist nicht verschenken.

Selig sind, die Hände reichen, die nicht gehen über Leichen.

Selig sind, die Frieden wagen, die nicht rächen, morden, schlagen.

Selig sind, die Reinheit lieben, die nicht frönen dunklen Trieben.

Selig sind, die nicht nur nicken, in die andere Richtung blicken.

Selig sind, die selbstlos leben, nicht nach Spitzenplätzen streben.

Selig sind, die Umkehr wagen, die nach Sinn des Daseins fragen.

Selig sind, die Liebe geben und nach Jesus Vorbild leben.

Selig sind, die geben kund: Herr, dein Wort macht uns gesund!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Früchte des Geistes                                                                                                   

 

Galater 5,22

 

Es steht ein Baum in einem Garten,

auf dessen Äpfel Menschen warten.

Sind sie im Herbst dann reif und rund

führt sie der Baum nicht selbst zum Mund. 

 

Es liegt dem Baum in der Natur,

er wächst und er verschenkt sich nur.

Dann fällt sein Samen auf die Erde,

damit der Segen größer werde. 

 

Ein Mensch, der stirbt, wie jener Samen

und sich bekehrt in Jesus Namen,

wird, wie der Baum, ein Segen sein,

lebt nicht mehr nur für sich allein. 

 

Bringt reiche Frucht durch neuen Geist,

der sich aus der Bekehrung speist,

zeigt treue, Güte, Freude, Liebe,

ist nicht mehr Sklave seiner Triebe.

 

Übt Sanftmut, Selbstbeherrschung aus,

Geduld und Freude birgt sein Haus,

wird wie der Apfelbaum, ein Segen,

auf allen seinen Lebenswegen. 

 

Wo Würmer einst die Frucht zerstörten,

weil Früchte nur der Welt gehörten,

da biegen sich nun alle Äste,

denn Gottes Hand gibt nur das Beste.  

 

Durch Jesus Geist und seinen Dünger,

wird jener Mensch zu seinem Jünger,

bringt reiche Ernte für den Herrn,

er wächst und er verschenkt sich gern. 

 

Die Früchte Jesus sind sehr süß,

ein Vorgeschmack vom Paradies.

Sei du der Baum im Lebensgarten

auf dessen Früchte Menschen warten.

 

 

Der neue Bund                                                                                 

 

Markus 16 1-20

 

Die Haare jedes Menschen hast einzeln du gezählt.

Als Zeichen deiner Liebe ein Volk dir auserwählt.

Die Pflanzen, alle Blumen, in wunderschöner Pracht,

hast du den Kindern Gottes als Gabe dargebracht.

Die Berge und die Täler schufst du mit leichter Hand,

die Meere und die Flüsse, den heißen Wüstensand.

Die Sonne und die Sterne am weiten Himmelszelt

beweisen jedem Menschen, nur du erschufst die Welt.

Du bist der Gott der Treue, liebst jedes Menschenkind,

doch Macht und Gier und Lüste, die machten Menschen blind.

So sandtest du uns Jesus für deinen neuen Bund,

er starb für unsere Sünden und tat die Botschaft kund:

„Ich bin das Brot des Lebens, ich bin das Licht der Welt,

der Weg und auch die Wahrheit, das Wort, das ewig zählt.

Ich bringe euch den Frieden und die Gerechtigkeit,

wer mich ins Leben bittet, der hat die Ewigkeit!“

Am Kreuz ist er gestorben, doch in der Osternacht,

hat er uns Kindern Gottes den neuen Bund gebracht.

Besiegt sind Tod und Teufel, getilgt die Sündenschuld,

wir dürfen auferstehen durch Gottes große Huld.








                                                                      

 






Steht auf


Sprüche 6, 9

 

Steht auf, beginnt für die zu beten,

die andere mit Füßen treten.

Steht auf, ihr Christen in den Ländern,

nur ihr könnt es zum Guten ändern.

Steht auf und öffnet eure Hände,

bringt dieser Welt die wahre Wende.

Steht auf, bringt Menschen Gottes Gnade,

zeigt allen Jesu Liebespfade.

Steht auf und seid das "Salz und Licht",

wie Jesus in der Bibel spricht.

Steht auf und weist auf Golgatha,

auf das, was dort für uns geschah.

Steht auf und kämpft für alle Schwachen,

um diese Welt gerecht zu machen.

Steht auf, erhebt die faulen Glieder,

schlaft nicht, kommt Jesus plötzlich wieder.

Steht auf, gebt keinen Mensch verloren,

zeigt allen: Ich bin Neugeboren.

Steht auf und lauft nicht mit der Herde,

bringt Jesus Botschaft um die Erde.

Steht auf, setzt Gott an erste Stelle

und werdet selbst zur Liebesquelle.

Steht auf, seid Zeugen für das Heil,

das allen wurde einst zuteil,

die alles Jesus übergeben

und so das wahre Leben leben.

 

 

 

 

 

 

Kainsmal                                                                                                     

 

1. Mose 4, 1-16                   

 

Blutrot treiben dichte Nebel, nehmen Unschuld jede Sicht. 

Manchmal locken helle Flecke, doch sie sind des Brandes Licht. Zwischen Trümmern und Ruinen weint ein Kind vor Schmerz und Not, grausam lachen Machthyänen, bringen Unglück, Leid und Tod.

Eiskalt schickt man die Raketen, rächt sich um der Rache Zweck, niemals trifft man die Tyrannen, nur die Armen dort im Dreck. Gut behütet sitzt der Führer, demonstriert, was Stärke ist, leer sind die Verhandlungstische, weil der Tod viel schneller frisst. Mütter klagen um die Kinder, Väter sterben im Gefecht, Töten reagiert mit töten, schwingt sich über Völkerrecht. Wieder einmal töten Menschen, von Despoten eingesetzt, vorher lebte man im Frieden, hasst nun, ethnisch aufgehetzt. Jeder Tote ist ein Schicksal, jeder Mensch nur einmal da, doch den Mächtigen der Erde geht ein Leben nicht sehr nah. 

Bomben, Terror und Granaten, hinter Blasphemie versteckt, schenkt dem Bösen reichlich Ernte, die Begehrlichkeiten weckt. 

Erdenschiff im Pulvernebel, Tod steht bleich am Ruder,

zornig tönt es aus dem Himmel: „Kain, wo ist dein Bruder?“
 

.

 

 

 

Ich war hungrig...                                                                         

 

Matthäus 25, 31-46

 

Knarrend öffnet sich die Tür.

Mancher denkt: „Was will der hier?“

Schüchtern kommt herein ein Mann,

hat nur alte Lumpen an.

Schon lässt mich das Glück im Stich,

denn er setzt sich neben mich,

reicht mir grüßend seine Hand

und ich rücke an den Rand.

Armut kennt man nur von Ferne,

hat man neben sich nicht gerne.

Voller Scham seh´ ich es ein,

Christ muss man auch mit Taten sein.

Der Wecker ließ den Traum dann enden,

es blieb mir nur ein Bild von Händen,

mit Wunden, wie von Nagelspitzen,

des Menschen, der bei mir wollt´ sitzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bettroulette                                                                                   

 

Matthäus 6, 25-34

 

Es legt ein Mensch erschöpft sich hin,

nach gutem Schlaf steht ihm der Sinn.

Er schließt die Augen, deckt sich zu,

denkt: So, für heute ist nun Ruh´. 

 

Doch kaum fällt er in leichten Schlummer,

schleicht sich heran des Tages Kummer.

Es folgen viele schwarze Zwerge,

die ihm servieren Sorgenberge. 

 

Der Mensch wälzt sich im Bett herum,

seufzt vor sich hin und leidet stumm,

dreht sich wie´s Huhn am Hähnchengrill,

doch die Gedanken steh´n nicht still. 

 

Jetzt läuft ihm auch noch seine Nase,

kaum putzt er sie, drückt ihn die Blase.

Er gibt dem Drücken lieber nach...

Zurück im Bett ist er hellwach. 

 

Brennt auf dem Clo jetzt noch das Licht?

Der Mensch steht auf, er weiß es nicht,

trinkt ein Glas Wasser, geht zu Bett

und schon bohrt er das nächste Brett.

 

Ob wohl die Renten sicher sind?

Was bringt die Zukunft für mein Kind?

Hab ich den Herd wohl ausgeschaltet?

Wie wird mein Aktienfond verwaltet?  

 

Wieso der Hund wohl Durchfall hat?

Wann kommt die Abrechnung der Stadt?

Verzichtet Kim-Jong-Un auf Bomben?

Was war ‘n in Mathe noch mal Rhomben? 

 

Wird Deutschland die WM gewinnen?

Warum lobt PISA nur die Finnen?

Wann war nochmal der Hochzeitstag?

War wohl der Kaffee heut´ zu stark? 

 

Ganz viele Menschen in viel Betten

versuchen nachts die Welt zu retten

und schaffen kaum, vor lauter drehen,

den nächsten Tag zu überstehen. 

 

Geplagt von Sorgen und von Nöten

beginnt der Mensch zuletzt zu beten.

Und Gott, der sich um jeden sorgt, sagt:

„Deine Zeit ist nur geborgt!

 

Nicht eine Stunde kann im Leben,

die Sorge dir an Zeit mehr geben.

Ich bin für dich der sichere Hafen...“

Der Mensch ist sofort eingeschlafen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unheimlicher Besuch                                                                               

 

Psalm 90

 

Einst stand der Tod vor meiner Tür.

Ich fragte ihn: „Was willst du hier?“

„Dich holen, deine Zeit ist um“,

so sprach er und blieb danach stumm. 

 

„Ach gib mir noch ein wenig Zeit,

ich bin noch nicht so recht bereit“,

versuchte ich mit ihm zu handeln,

um seinen Auftrag umzuwandeln. 

 

„Ich habe noch kein Haus gebaut,

mich noch mit keiner Frau getraut,

will doch noch leben und genießen

und sehen, wie die Kinder sprießen. 

 

Ich möchte viele Reisen machen

und feiern, tanzen, singen, lachen,

will Ruhm erlangen und viel Ehre,

Besitz anhäufen durch Karriere.“ 

 

Der Tod sprach: „Heut erlischt dein Licht,

dein Jammern, nein, das hilft dir nicht,

wer auf die falschen Werte setzt,

lebt nur im Hier und stirbt im Jetzt. 

 

Der schwimmt niemals im Liebesmeer,

hat Konto voll, doch Seele leer.

Man darf was haben, das ist richtig,

der Umgang damit aber wichtig.“ 

 

„Dann bitte, lass mich doch versuchen,

mein Seelenkonto voll zu buchen,

zu lieben, helfen, trösten, teilen

und Schwachen stets zur Hilfe eilen.“ 

 

So bat ich voller Angst und Not,

mit Inbrunst den Gevatter Tod.

„Zu spät“, so sprach der Tod genervt,

„die Sense ist bereits geschärft.

 

Hör endlich auf mit dem Gebettel“

und schaute noch mal auf den Zettel.

„Entschuldigung“, so sprach er dann,

„ich musste ja nach nebenan.

 

Es tut mir leid um deinen Kummer,

ich irrte mich wohl in der Nummer.

Das kommt bei Greisen schon mal vor,

verzeihe einem alten Tor.“

 

Bin schweißgebadet aufgewacht

nach dieser wahren Horrornacht.

Seit jenem Traum ist mein Bestreben,

vom Tod das Leben her zu leben. 

 

Den Wert des Tages zu erkennen,

für Jesus wahre Botschaft brennen,

ein Licht zu sein in dieser Welt,

die Gott in seinen Händen hält.

 

 

 

 

 

 

Geht zu allen Völkern                                                               

 

Matthäus 28, 19

 

Ein Mensch hält inne mit dem Streben

durch einen Schicksalsschlag im Leben,

bemerkt, egal, wie er es wendet,

dass auch sein Dasein sicher endet. 

 

Er schaut auf seinen Reichtum hin,

dem momentanen Lebenssinn,

erkennt, wie es einst jedem geht:

Wie´s Sandkorn wird er weggeweht. 

 

Was nützt ihm dann sein großes Haus?

Für Lebensleistung der Applaus?

Was bleibt von seiner Traumkarriere,

gibt man ihm einst die letzte Ehre? 

 

Selbst auf dem Friedhof seine Leiche,

im Abschnitt für besonders Reiche,

mit einem Grabstein, groß und schwer,

bringt ihm am Ende gar nichts mehr. 

 

Auch der Bolide, den er fährt,

verliert auf einmal seinen Wert.

Sein Herz ist leer, die Seele weint,

von tausend Götzen angeleint. 

 

So schaut er sich sinnierend um

und registriert erschrocken, stumm,

in nicht mal hundertdreißig Jahren,

ist jeder hier ins Grab gefahren.  

 

Nicht einen, derer, die jetzt leben,

wird es auf dieser Welt noch geben.

Was bleibt? So fragt der Mensch voll Trauer.

Da bricht ein Spalt in seine Mauer. 

 

Er wird besucht von einem Christ,

der voller Hoffnung, Freude ist.

Das hat sein kaltes Herz berührt,

zu Jesus Christus ihn geführt. 

 

Nach schweren Zeiten noch genesen,

bekam der Mensch ein neues Wesen

und lebte froh nach der Bekehrung,

zu Gottes Ruhm und der Verehrung. 

 

Es prüfe sich ein jeder nun:

Was kann ich für den Nächsten tun?

Sei Werkzeug in der Gotteshand,

er hat uns seinen Sohn gesandt.

 

Erzähle Menschen von der Gnade

und zeige ihnen Rettungspfade.

Schick jeden Bettler in der Not,

zu Jesus, nur bei ihm ist Brot. 

 

Auf Golgatha gab er sein Leben,

um uns die Sünden zu vergeben.

Trag diese Botschaft in die Welt,

die Satan in den Händen hält. 

 

Tust du das Werk zu Gottes Ehre,

damit es seine Jünger mehre,

darfst du ein Gotteskind dich nennen

und Jesus wird dich einst erkennen. 

 

Steht du nach Tod vor dem Gericht,

dann zählen deine Sünden nicht,

denn Jesus spricht dich dort gerecht,

sagt: „Gut gemacht, du treuer Knecht!“

 









Jesus 24/7    

                                                                            

Matthäus 6,26

 

Täglich lasst uns froh genießen,

wie Wunder durch das Leben fließen.

Täglich lasst uns danach streben,

von den Wundern abzugeben.

 

Täglich lasst uns fröhlich lachen

und uns nicht nur Sorgen machen.

Täglich lasst uns dankbar sein,

für Regen und für Sonnenschein.

 

Täglich lasst uns lauthals preisen,

den, der uns beschenkt mit Speisen.

Täglich lasst uns Zeugnis geben,

dass wir gern in Frieden leben.

 

Täglich lasst uns den bekennen,

auf den wir uns verlassen können.

Täglich lasst uns Freiheit loben

und das hier nicht Kriege toben.

 

Täglich lasst uns Glück verteilen,

statt durchs Leben nur zu eilen.

Täglich lasst uns Liebe schenken,

statt mit Hass und Zorn zu kränken.

 

Täglich 24/7 wollen wir wie Jesus lieben.











Wie die Liebe wächst         Galater 6, 22-23

 

Liebe wächst in Zweisamkeit durch viele zarte Zeichen.

Liebe wächst, wo Menschen sich verzeihend Hände reichen.

Liebe wächst, wenn nach dem Krieg die Völker Frieden lernen.

Liebe wächst, verrosten dann die Panzer nutzlos in Kasernen.

Liebe wächst, nimmst du dir Zeit zum Spielen mit den Kindern.

Liebe wächst, wenn zwei, schon alt, gemeinsam überwintern.

Liebe wächst, wenn alles stirbt, was Egoismus heißt.

Liebe wächst, wenn dann die Welt nicht um sich selbst nur kreist.

Liebe wächst, wenn Alt und Jung gemeinsam Wege suchen.

Liebe wächst, kriegt jeder Mensch ein Stück vom großen Kuchen.

Liebe wächst, wird Trost gespendet, denen die still trauern.

Liebe wächst, reicht man sich Hände über hohe Mauern.

Liebe wächst, wenn Menschen nicht mehr nach der Farbe fragen.

Liebe wächst, gewinnt das „Wir“ statt „Ich“ an allen Tagen.

Liebe wächst, wenn Kinder nicht mehr ausgebeutet werden.

Liebe wächst, steht überall ein Essen auf den Herden.

Liebe wächst, wenn man bekennt: „Es tut mir wirklich leid“.

Liebe wächst, sind Menschen dann zum Neuanfang bereit.

Liebe wächst, wenn auf der Welt die Waffen endlich schweigen.

Liebe wächst, wenn Jesus Jünger Wege dazu zeigen.

Liebe wächst, durch einen Blick, durch Lächeln und Umarmen.

Liebe wächst, zeigt man den Schwächsten Mitleid und Erbarmen.

Liebe wächst, wo Güte herrscht und Menschen sich vertrauen.

Liebe wächst, bist du bereit auf Gottes Wort zu bauen.

Liebe wächst, wenn jeder will, ein Stückchen Tag für Tag.

Liebe wächst, wenn man sie sucht, vom Kreißsaal bis zum Sarg.

Liebe wächst, stehst du dem Nächsten bei in Leid.

Liebe ist, was jeder braucht, beim Weg durch seine Zeit.

Liebe wächst, kommt Gottes Geist hinein ins Leben.

Liebe wächst, weil er uns lehrt, sie anderen zu geben.

Liebe wächst, wenn man sie sät und täglich sorgsam pflegt.

Liebe wächst, wenn man sein Herz in Jesus Hände legt.

 





Was bleibt?                                                                          

 

Apostelgeschichte 4, 12                      

 

Was bleibt, wenn Frieden in der Welt

dem Hass und Krieg zum Opfer fällt? 

Was bleibt, wenn in des Lebens Licht 

die Dunkelheit der Krankheit bricht? 

 

Was bleibt, wenn man auf Menschen setzt, 

von einem zu dem anderen hetzt? 

Was bleibt, wenn die Karriere stirbt 

und selbst erdachtes Glück verdirbt? 

 

Was bleibt, wenn Alter Menschen quält 

und nur noch Schönheit, Jugend zählt?

Was bleibt, glaubt man der Werbung List, 

dass nur Konsum das Größte ist? 

 

Was bleibt, wenn Liebe auf der Welt, 

zur Ware wird, verkauft für Geld? 

Was bleibt, wenn in sozialer Welt

nur noch die Macht der Medien zählt? 

 

Was bleibt, wenn sich ein Treueschwur

entpuppt als leere Worte nur?

Was bleibt, wird man durch Lust und Drogen

um wahren Lebenssinn betrogen?

 

Was bleibt, wenn Mensch Natur zerstört

und nicht der Erde Seufzer hört?

Was bleibt, wenn früh man insistiert

und Ungeborene aussortiert? 

 

Was bleibt, häuft man nur Reichtum an,

der Leben nicht verlängern kann?

Es bleibt nur Jesus, Mensch und Gott,

der hilft, egal wie groß die Not.

 

Sprich ein Gebet und er ist da,

er starb für dich auf Golgatha.

Er ist der Weg, die Wahrheit, Leben,

nur er kann dir Errettung geben.

 

Dein altes Leben wird zerbrochen,

die Schuldvergebung dir versprochen.

Ein Gotteskind darfst du dich nennen,

lernst Gottes ganze Fülle kennen.

 

Und gehst du einst den letzten Weg,

ist Jesus dir der Himmelssteg,

aus Gnade hat er dich befreit,

trug alle Sünden, alles Leid.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Retter                                                   Römer 3, 21-31

 

Du bist der Fels auf den ich baue,

du bist der König dieser Welt.

Du bist der Gott, dem ich vertraue,

wenn auf mein Leben Schatten fällt.

Du bist der Anfang und das Ende,

im Dunkel leuchtet hell dein Licht.

Du schenkst uns Hoffnung und Vertrauen,

wenn diese Welt in Stücke bricht.

Du bist der Retter und Erlöser,

du trugst ans Kreuz der Menschen Schuld.

Du lässt uns täglich neu beginnen,

bist voller Güte und Geduld.

Du bist die Sanftmut und die Treue,

du bist der Anker in der Zeit.

Du Schöpfer dieser schönen Erde

trugst alle Schuld und alles Leid.

Du schufst die Sonne und die Sterne,

genialer Schöpfer der Natur,

du bist der Herr des Universums,

in allem sieht man deine Spur.

Du bist die Hand, die hilft im Elend,

du bist das Herz, das willig gibt.

Du bist der Geber neuen Lebens,

du bist der Gott, der Schwache liebt.

Du bist der Anwalt aller Sünder,

trugst willig aller Menschheit Schuld.

Du nimmst den an, der darum bittet,

unendlich schenkst du neue Huld.

Du bist als König auferstanden,

nahmst Tod den Stachel und die Macht

und hast die Menschen, die dir folgen,

auf Golgatha neu rein gemacht.

Du hast den Heiligen Geist gesendet,

wir preisen dich und beten an.

Wir wollen Zeugnis davon geben,

dass niemand sonst uns retten kann.

Komm Jesus Christus, in mein Leben,

ich lege dieses vor dich hin.

Ich danke dir für deine Gnade,

für neue Seele, Geist und Sinn.  

 

 

 

 

 

Zurück zu den Wurzeln                                                                            

 

Matthäus 3, 13-17 

 

Die Botschaft Gottes wird zerlegt,

zerstampft, verstümmelt und zersägt.

Es streiten um das wahre Wort

sich Theologen immerfort.

Was letztlich zu dem Zustand führt,

der kleine Mann ist ganz verwirrt.

Die hoch studierten Kirchenleute

erhaschen damit kaum noch Beute.

Nur Gott macht meistens nicht viel Worte,

tut heut´ noch Wunder alter Sorte:

Auf einen Mensch sank eine Taube,

der sprach zwei Worte nur: „Ich glaube.“

 

 

 

 

 

 

 

Heiligen-Schein        

                                                

Lukas 6, 38

 

Herr W. saß in der Kirchenbank,

bei einer Predigt, fromm und lang,

sang Lobpreislieder, dass es schallt´,

voll Inbrunst und mit Urgewalt.

 

Vor Nächstenliebe troff die Seele,

war auch das Knien ein Gequäle,

es schmolzen betend ihm dahin,

die Missgunst, Geiz und böser Sinn.

 

Die Emotionen, die das weckte,

die hielten nur bis zur Kollekte,

denn W. fiel voller Schrecken ein,

im Portemonnaie war nur ein Schein.

 

Der Zwanziger dort in den Falten

ließ seine Liebe rasch erkalten,

er wollte gerne Geber sein,

doch nicht in Form von einem Schein!

 

Der Opferkorb ging durch die Reihen,

Herr W. bat Gott ihm zu verzeihen:

Zu teilen sei zwar Christenziel,

doch zwanzig Euro arg zu viel!

 

Der Knopftrick ging ihm durch Gedanken,

doch wies er ihn rasch in die Schranken,

die Jacke, zu Herrn W.`s Verdruss,

die hatte einen Reißverschluss. 

 

So tauchte er die leere Hand

in jenen Korb, der vor ihm stand

und hoffte, niemand merkte dies,

dass er nur Luft daraus entließ.

 

Herr W., bereits am selben Abend,

mit Freunden sich beim Bier erlabend,

der schmiss zur vorgerückten Stunde

schon seine dritte Kneipenrunde.

 

Und siehe da, der große Schein,

noch in der Kirche schwer wie Stein,

der schwebte aus dem schwarzen Leder,

als sei er leicht wie eine Feder.

 

 






Glaubensbaum      

                                                                                                     

Psalm 25

 

In meinem Seelengarten da blüht ein Glaubensbaum.

Er steht dort schon sehr lange, doch trotzdem wächst er kaum.

Mal trägt er viele Früchte, mal ist die Ernte klein

und schütteln ihn auch Stürme ganz geht er niemals ein.

Der Grund sind starke Wurzeln voll gottgegebener Kraft

sie holen aus dem Erdreich geweihten Lebenssaft.

In meinem Seelengarten da wächst der Glaubensbaum

und manchmal, wenn ich schlafe, schickt Gott mir einen Traum.

Das jener Baum des Glaubens viel Ableger gebiert

und wenn er einst vertrocknet zur Bank für Menschen wird,

die sich bei jedem Wetter, egal ob warm, ob kalt,

von Gott berühren lassen in seinem Glaubenswald.

 

 

 

Der Fall 

                                                                           

Matthäus 26, 69-75

 

Gestern küsste mich der Himmel,

mich den herzensguten Mann

und ein Streben und ein Sehnen

rührte meine Seele an.

 

Für den Frieden, für die Liebe,

wollte ich ein Zeugnis sein,

für das Teilen und Verschenken

leuchten wie der Sonnenschein.

 

Doch der Tag, der darauf folgte,

war ein Tag voll Ärger nur,

vom Elan des frühen Morgen,

blieb nicht mal die kleinste Spur.

 

So viel Schlechtes, soviel Scheitern

war die Summe an dem Tag

und der gut gemeinte Vorsatz

lag am Abend tot im Sarg.

 

Danke, Gott, für helle Lichter,

die du mir im Dunkel bist

und dass Jesus für uns Sünder

dort am Kreuz gestorben ist.

 

Gestern küsste mich der Himmel,

mich den herzensguten Mann,

Gott sprach in mein Scheitern tröstend:

„Morgen fängst du wieder an.“

 

 





Herbst des Lebens   

                                                                                              

Sprüche 16, 31

 

Wer weise ist, trägt graue Haare,

sie sind des Lebensherbstes Kron´.

Ein Sandkorn sind wir nur auf Erden,

kaum da und bald vergangen schon. 

 

Der Stein, der wunderschöne runde,

wird durch die Stürme erst geformt,

auf Gipfel und durch Täler geht man,

es gibt kein Leben glücksgenormt. 

 

Denn wo das Licht ist, fällt auch Schatten,

so ist es nun mal auf der Welt,

die Menschen, die sich niemals sorgten,

sind wohl an einer Hand gezählt. 

 

Mit Gott als Wurzel eines Lebens,

vergehen Hader, Neid und Stolz,

denn Gott lässt Lebensbäume sprießen

und schenkt im Alter schönstes Holz. 

 

Die Reise ist nicht immer leicht,

schau auf die schönen Seiten,

dann wird der Blick ins Lebensbuch

dir Freude oft bereiten. 

 

Tagtäglich fröhlich weitergehen,

gelingt dem Menschen dieses Glück,

dann wirft ihn auch im Herbst des Lebens

der Sturm nicht einmal nur zurück.  

 

Geborgenheit, Vertrauen, Liebe,

mit Jesus gehen, Schritt für Schritt,

schenkt auch im Alter ganz viel Wärme

und Gott gibt gerne Kohlen mit. 

 

Zufriedenheit kehrt täglich ein

und ruft Gott aus der Ferne,

dann stimmst du voller Frieden zu

und sagst: „Ich komme gerne!“

 

 

 

 

 

Balken im Auge                                                                                                   

 

Matthäus 7, 3-5

 

Ein Mensch entdeckt zu seinem Schrecken

bei anderen ganz viele Flecken.

Das nahm ihm die Erkenntnis weg:

Er selbst war auch ein großer Fleck.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gaben nicht vergraben                                                                                              

 

1. Korinther 12, 1-11 

 

Da gibt es die Beter, sie rufen zum Herrn.

Der Herr liebt Gebete und antwortet gern.

Da gibt es die Geber, sie teilen ihr Gut

und machen den Armen, den Kleinen viel Mut.

 

Da gibt es die Tröster, sie reichen die Hand

und wenn alle fallen, dann halten sie stand.

Da gibt es die Diener, sie arbeiten leis´

und Jesus Erlösung reicht ihnen als Preis.

 

Da gibt es die Sänger, sie singen ihr Lied,

was Gott voller Freude vom Himmel aus sieht.

Da gibt es die Helfer, sie helfen mit Herz,

sie lindern die Armut, die Einsamkeit, Schmerz.

 

Da gibt es die Schreiber, sie halten es fest,

wie Jesus der Braut Gutes zukommen lässt.

Da gibt es die Werker, sie bauen das Haus,

weil sie es für Gott tun, kommt Segen heraus.

 

Da gibt es die Hirten, sie hüten den Stall

und schützen vor Bösem, das droht überall.

Da gibt es die Weisen, sie sind voller Geist,

weil Gott in der Bibel die Lösungen weist.

 

Da gibt es die Macher, sie schreiten zur Tat,

vertrauen auf Jesus und holen dort Rat.

Da gibt es die Lehrer, sie lehren das Wort

und bringen es Menschen an jeden Ort. 

 

Das ist die Gemeinde, von Jesus die Braut,

auf die er mit Liebe und Zärtlichkeit schaut.

Du hast eine Gabe, von Jesus geschenkt,

der damit die Braut, die Gemeinde bedenkt.

 

So bringe dich ein und werde ein Teil,

denn dann trägst du bei zu Liebe und Heil.

 

 

 

 

 

 

 

Ist Gott tot?  

                                                                    

1. Timotheus 4, 1-4 

 

Die Blumen und die Pflanzen flüstern dir: „Ich bin hier.“

Die Tiere aller Arten flüstern dir: „Ich bin hier.“

Die Berge und die Täler flüstern dir: „Ich bin hier.“

Der Himmel und die Erde flüstern dir: „Ich bin hier.“

Die Meere, Seen, Flüsse, flüstern dir: „Ich bin hier.“

Sonne, Mond und Sterne flüstern dir: „Ich bin hier.“

Die neugeborenen Menschen flüstern dir: „Ich bin hier.“

Das ganze Universum flüstert dir: „Ich bin hier.“

Dein Anfang und dein Ende flüstert dir: „Ich bin hier.“

Nur Zeitgeistgurus, Blender säen Not, sie flüstern:

„Gott ist tot.“

 

 

 

 

 

 

Frühbucher                                                                   

 

Johannes 14, 1-3

 

Ich träumte, ich saß auf der Friedhofbank

und lauschte dem herrlichen Vogelgesang.

Ich spürte das Weichen von Hetze und Last,

bei jenen, dort ruhend, ich Mensch voller Hast. 

 

Ich träumte, ich hörte in Bäumen ein Rauschen,

ein Bitten, den Worten der Toten zu lauschen.

Ich las auf den Steinen zwischen den Zeilen,

was bringt denn der Reichtum, das Gieren, das Eilen?   

 

Ich träumte, ich hörte die Stimme, die sagt:

„Ach hätten wir vorher zu sprechen gewagt.“

Ich hörte sie sagen, dort bei der Rast:

„So viele Chancen und alle verpasst.“   

 

Ich träumte, ich könnte noch Liebe ausgießen,

wo Blumen verwelken und Unkräuter sprießen.

Ich sah auf Gräbern so manches Licht,

warum nur leuchtet im Leben es nicht?   

 

Ich spürte Verzeihen und spätes Erbarmen,

für die, die nie lernten, ein Kind zu umarmen.

Ich spürte Vergebung und innere Ruhe

und stellte mich in der Verstorbenen Schuhe.   

 

Ich träumte, ich fand so Heilung und Frieden,

mit jenen, die wortlos, verbittert verschieden.

Ich hörte die Stimme von Gott zärtlich sagen:

„Ich war immer bei dir an sämtlichen Tagen.“    

 

Ich träumte davon, wenn ich einst ginge,

ich könnte verlassen, die Menschen, die Dinge,

weil ich im Leben das Beste versuchte

und früh bei Jesus die Wohnung schon buchte.

 

 

 

Jesus rettet   

                                                                                            

Matthäus 5, 38-40 

 

Das Vakuum in Menschenseelen, wird oft mit Sucht gefüllt,

doch Alkohol und Sex und Drogen, sind nichts, was Sehnsucht stillt.

Der Mensch weiß tief in seinem Herzen, es gibt im Leben mehr,

als trinken, essen, konsumieren und Seelen, kalt und leer. 

Stark spürt er eine große Sehnsucht, nach dem, was Sinn ergibt,

sucht lebenslang nach einem Wesen, das ihn unendlich liebt.

Verirrt sich in den Weltenlehren, rennt falschen Göttern nach,

wird von der Wahrheit ferngehalten, die Jesus Christus sprach. 

Wo Hass ist, predigt er die Liebe, wo Trauer ist, verheißt er Trost,

heilt jede noch so schwarze Seele, in der des Bösen Wahnsinn tost.

Die Letzten setzt er an die Spitze, befreit von Sünde, Schuld und Leid,

hält dem, der um das Kleid ihn bittet, den Mantel gerne auch bereit. 

Er geht mit Menschen alle Wege, wer klopft, dem öffnet er die Tür,

den neuen Bund hat er geschaffen, den Kreuzestod starb er dafür.

„Komm in mein Leben, Jesus Christus, nimm alle Schuld von mir“, 

sprich diese Worte ehrlich bittend, schon öffnet sich die Himmelstür.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeit der Stille   

                                                                                   

Offenbarung 21, 1-5

 

Tod, du stiller Weggefährte,

machst die Menschen hilflos, stumm.

Nimmst Rücksicht nicht auf Stand und Werte,

drehst nach Geburt die Sanduhr um. 

 

Wirst mediale Massenware,

nach dem nächsten Werbespot

und apathisch durch die Jahre

ganz steril zum Fernsehtod. 

 

Zwischen Hetzen, Eilen, Schaffen,

bleibt für dich wohl keine Zeit,

schlägst du zu mit deinen Waffen,

ist der Mensch fast nie bereit. 

 

Du beendest unser Leben,

doch das ist nicht interessant,

all´ das Können, all´ das Streben,

stoppst du mit der Knochenhand. 

 

Wirst versteckt und wirst gemieden,

Beachtung wird dir nicht geschenkt,

dein Kontakt, der wird verschwiegen,

wird verleugnet und verdrängt.  

 

Ob obdachlos, Nobelpreisträger,

ob alt, ob jung, ob mittendrin,

bist rücksichtslos, ein Menschenjäger,

fragst nicht nach Zeitpunkt oder Sinn.    

 

Hör den Rat, mein Menschenkind,

weil wir doch alle endlich sind:

Gib Gott dein Leben, tu das Gute,

denk an das Ziel der Lebensroute. 

 

Der Weg, damit du nie vergisst,

wie wunderbar das Leben ist.

Was vorher dir noch wehgetan,

verkommt zur Nichtigkeit sodann.   

 

Du wichstest neu dein Leben um,

du preist den Herrn, bleibst nicht mehr stumm.

Kein Sturm bringt dich so schnell ins Wanken,

lernst täglich neu dem Schöpfer danken.

 

Wirst Frieden mit dir selber finden,

den Tod ins Leben mit einbinden.

Du lernst die Trauer zu begleiten,

als Tröster in den Tränenzeiten. 

 

Wenn man dich braucht, dann sieht man dich,

bist wahr und ehrlich mitmenschlich,

bringst Hoffnung, die die Menschen stützt,

fragst nicht, was es denn dir wohl nützt. 

 

Und gehst du selbst den letzten Weg,

ist Jesus dir der sichre Steg,

er nimmt dich liebend bei der Hand,

er führt dich ins verheißene Land.

 

 

 

 

 

 

Lebensabend?                                                                                                          

 

Jakobus 1, 27 

 

Einsam sitzt sie in der Wohnung

und ihr Freund der heißt TV.

Leben bringt er ihr ins Zimmer,

sie kennt jeden Film genau.

Doch den Arm um ihre Schulter,

der ihr manche Tage fehlt,

kann ihr bester Freund nicht legen,

wenn die Einsamkeit sie quält.

Er ist da, wenn sie ihn braucht,

denn nur er schenkt ihr noch Zeit,

bringt die Welt in ihre Wohnung,

zeigt ihr Freude, Trauer, Leid.

Denn er ist das Tor zum Leben,

in der Stille ihrer Welt, 

bringt ihr kalte Pseudowärme,

die sie täglich aufrecht hält.

Alte Menschen ohne Lobby,

abgeschoben und allein,

werden für uns junge Menschen

Spiegelbild der Zukunft sein.

Darum öffne Herz und Hände,

spende etwas deiner Zeit,

schenke das, was du für dich wünschst,

denn dein Alt sein ist nicht weit.

 

 

 

 

 

 

 

Ich will…                                                                                  

 

2. Korinther 12, 9-10

 

Ein Fels will ich sein,

der hinter dir steht,

an den du dich lehnst,

wenn gar nichts mehr geht.

Ein Baum will ich sein,

mit starkem Geäst,

mit Blattwerk, das Regen

nicht durchkommen lässt.

Ein Stern will ich sein,

der leuchtet und führt,

wenn Dunkel und Trauer

die Seele berührt.

Ein Feld will ich sein,

das Blumen dir schenkt,

die Blicke auf Schönheit

der Schöpfung umlenkt.

Ein Mensch will ich sein,

wie Gott ihn gemeint,

der nicht so oft strauchelt

und Hand reicht dem Feind.   

So viel will ich sein

und bin es oft nicht,

dann trage ich Scheitern

vor Jesus, mein Licht.

 

 

 

 

 

 

 

Neue Kreatur                                                                              

 

Johannes 3, 3

 

Was war dir wichtig und was nicht?

Was war im Dunkel und was im Licht?

Wem warst du Freund in schwerer Zeit?

Warst du zum Helfen stets bereit? 

 

Wo hinterlässt du eine Spur?

Durch Güter und sie jagen nur?

Wie denkt man einst an dich zurück?

An einen Menschen, randvoll mit Glück? 

 

Wird man an deinem Grabe stehen

und Auferstehung leuchten sehen?

Weiß man auf deinem letzten Gang,

er war ein Segen, lebenslang? 

 

Nun Mensch, bedenk´ gelegentlich,

das Leben ist ein Bindestrich,

der einst auf deinem Grabstein steht,

wenn deine Zeit zu Ende geht. 

 

Verbreite Freude, Lebenslust,

bekämpfe Hader, Streit und Frust,

verkünde Menschen Gottes Wort,

dann kommst du einst an jenen Ort,

den Jesus uns verheißen hat:

Die neue goldene Himmelsstadt!

 

 

 

 

 

Herzensraum                                                                                             

 

Sprüche 4, 23  

 

Im Herzen ist ein kleiner Raum

voll Wärme, Liebe, Glück.

Dorthin sehnt sich in dunkler Zeit

ein jeder Mensch zurück. 

 

Dort hängen Bilder an der Wand

von längst vergangenen Tagen,

an denen Freude, Frieden, Glück,

am Wegesrande lagen.  

 

Dort hängen Bilder an der Wand

von Menschen, die wir trafen,

die unvergessen und geliebt

den Todesschlaf schon schlafen.   

 

Dort hängen Bilder an der Wand

voll farbenfroher Pracht,

aus der die pralle Lebenslust

und helle Sonne lacht.  

 

Dort hängen Bilder an der Wand

aus Zeiten voller Licht,

die zaubern dir in dunkler Zeit

ein Lächeln ins Gesicht. 

 

Dort wohnt ein Geist, ein heiliger

und streichelt dich von innen,

treibt mühelos den Schmerz, das Leid,

mit sanfter Hand von hinnen.      

 

Man findet Hoffnung, Frieden, Zeit,

man findet Trost und Mut,

am Eingang steht voll Güte Gott,

er sagt: „ Ich bin dir gut.“

 

 

 

 

 

Atheist               -                  Christ                               Römer 1, 20-23          

 

 

Geboren            -                  Geboren 

 

 

gefroren            -                  gefroren 

 

 

geliebt                -                  geliebt 

 

 

getrübt               -                  getrübt  

 

 

gelebt                 -                   gelebt 

 

 

gestrebt             -                  gestrebt

 

 

gegangen           -                 gegangen

 

 

vergangen          -                angefangen

 








Was wenn doch?                                                                                     

 

1.Mose 1,  1-2,4

   

Ratlos lebt der Mensch auf Erden,

möchte aufgeklärt einst werden.

Stammt er aus der Sternenherde

oder aus dem Staub der Erde?

Kam er einst an Land gekrochen,

nach der Zeit als Meeresrochen?

Oder ließ er sich begaffen,

zwischenzeitlich zwischen Affen?

Wieso passt auf Erden alles?

Nur durch Zufall eines Knalles?

Wer hat Raum und Zeit erschaffen?

Warum Hass und so viel Waffen?

Wer schuf Lauf von Nächten, Tagen?

Wie begann das Herz zu schlagen?

Wer sagt Pflanzen die erblühen,

sich im Herbst zurückzuziehen?

Sollten Menschen sich vermehren,

wenn die Leben sinnlos wären?

Wie kommt Böses auf die Welt?

Warum Kampf um Macht und Geld?

Die Erkenntnis ist wohl kläglich.

Irrte Darwin sich womöglich?

Sind wir doch im All allein?

Was wird nach dem Tod wohl sein?

Voller Rätsel scheint das Leben.

Oder sollt´ es Gott doch geben?

 

 

 

 

 

Am letzten Tag 

                                                                        

2. Korinther 5, 10-21

 

Ein Engel nahm mich bei der Hand,

flog mit mir in ein fernes Land.

Von Weiten tönte Ach und Weh

aus einem blutig roten See.

 

Es war der See der falschen Siege,

gefüllt mit Opferblut der Kriege

und jene, die laut klagend schwammen,

die führte Mordlust dort zusammen.

 

Ein jeder da, der Krieg geführt,

von Leid und Elend unberührt,

ertrank, wenn seine Kraft nachließ

und man ihn unter Wasser stieß.

 

Doch bald schon wurde er erweckt

und wieder in den See gesteckt.

Die Hölle hielt ihn dort gefangen

in ewiglichem Todesbangen.

 

Der Engel nahm mich bei der Hand

und führte mich ins nächste Land.

Dort herrschte Nebel alle Zeit,

man sah nicht einen Meter weit.

 

Dort hörte man die Menschen irren

und Satans Ketten leise klirren,

der sich an jenen Qualen freute,

der Menschen, die rein gar nichts reute. 

 

Sie wandern dort für alle Zeiten,

durch nebeltrübe, kalte Weiten

und niemals hört ihr Wandern auf,

das ist der Bösen Höllenlauf.

 

Der Engel nahm mich bei der Hand

und führte mich ins letzte Land.

Dort herrschte Sanftmut und Erbarmen,

für alle Opfer, alle Armen.

 

Dort saß im Saal mit goldenen Wänden,

mit Wunden an den Füßen, Händen,

Sohn Gottes, Jesus, auf dem Thron

und zahlte den Gerechten Lohn.

 







Dankgebet    

                                                                                               

Psalm 9, 2

 

Herr, ich danke dir: Für jeden Tag des Lebens,

für Möglichkeit des Gebens, für Kinder wunderbar,

für aller Menschen Schar, für wärmen unserer Herzen,

für Linderung der Schmerzen, für Liebe statt zu hassen,

für Tiere aller Rassen, für tragen unserer Schuld,

für ewige Geduld, für deine wahren Worte,

für Pflanzen jeder Sorte, für alle guten Hände,

für Hoffnung ohne Ende, für das, was war und ist,

sei Dank dir Jesus Christ. 

 

 

 

 

 

 

 

Gottes Plan 

                                                               

1. Thessalonicher 5, 16-18

 

Ein Blümlein steht am Wegesrand,

schenkt Schönheit dieser Welt.

Es steht dort nur für einen Tag,

weil es nicht länger hält. 

 

Am nächsten Morgen stirbt es schon,

hat seinen Sinn erfüllt,

in diesem Blümlein hat uns Gott

den Lebensplan enthüllt. 

 

Wie Blumen soll der Mensch

der Welt auch Schönheit, Liebe bringen

und Jubellieder, wie die Vögel,

auf den Schöpfer singen.   

 

Wir haben selber in der Hand

uns täglich zu entscheiden,

denn leben wir mit Liebe nicht,

dann bringt das Dasein Leiden. 

 

Ein Herz, in Ketten festgezurrt,

die Macht und Geld sich nennen,

lernt nie den wirklich wahren Wert

des Menschen Freiheit kennen. 

 

Ein Blümlein steht am Wegesrand,

es soll uns leben lehren

und jeden Tag, den Gott uns schenkt

zu danken und verehren.

 

 






Im Schneckenhaus    

                                                                  

Psalm 146, 9

 

In einem kleinen Gartenstaat,

da lebte zwischen Kopfsalat,

im Schutze einer großen Hecke,

voll Wonne eine fette Schnecke.

Allein, von Pflanzen nur umgeben,

galt dem Genuss ihr ganzes Leben.

Sie nahm von allem nur das Beste

und hinterließ ein Beet voll Reste.

An einem wunderschönen Tag,

als faul sie in der Sonne lag,

kam in ihr kleines Königreich,

zwar andersfarbig, doch sonst gleich,

ein weiteres nettes Schneckentier,

mit Hunger und Salatgespür.

So ist das Leben wohl bisweilen,

wer Vieles hat, der sollte teilen.

Die Kunde von dem Wundergarten,

die lockte Schnecken aller Arten.

Es war genug für alle da,

doch Schnecke eins, die sah Gefahr.

Ihr ging es ab sofort ganz schlecht,

sie fand das Leben ungerecht,

doch war sie heut´ wie gestern satt,

was sie vor Wut vergessen hat.

Ihr Leben schien ihr nun verdorben,

vor Selbstmitleid ist sie gestorben.

Auch Menschen geht es manchmal so,

nur Materielles macht sie froh.

Geht es mal einen Schritt zurück,

zerbricht ihr ganzes Lebensglück.

 












Schöpfer       

                                                                                

1. Mose 2,7

 

Ein Mensch nimmt einen Klumpen Ton

und legt ihn vor sich hin,

doch formt er diesen Klumpen nicht,

dann bleibt er ohne Sinn. 

 

Ein Mensch nimmt sich ein Stückchen Holz

und legt es vor sich hin,

doch formt er dieses Holzstück nicht,

dann bleibt es ohne Sinn. 

 

Ein Mensch nimmt sich ein Stück Metall

und legt es vor sich hin,

doch schmiedet er das Eisen nicht,

dann bleibt es ohne Sinn. 

 

Aus Lehm erweckte Gott den Mensch

und blieb ihm immer treu,

wie sich ein Leben auch verformt,

Gott macht es gerne neu. 

 

Er formt den Menschen durch die Zeit,

die er auf Erden steht,

durch Freude, Trauer, Lachen, Leid,

bevor er wieder geht. 

 

Nicht einem wird die Ewigkeit

im Paradies geraubt,

der heute und den Rest der Zeit

an Jesus Christus glaubt.

 

 

Scheiterhaufen    

                                                                          

2. Korinther 12, 9-10         

 

Ein Mensch, der selber Christ sich nennt

und morgens noch vor Liebe brennt,

stellt fest, nicht gerade zum Erheitern,

des Menschen Welt ist voller Scheitern. 

 

Der Arbeitsweg macht keinen Spaß,

es ist schon knapp, der Mensch gibt Gas.

Es ist zwar sonnig, klar und hell,

doch trotzdem blitzt es plötzlich grell.   

 

Der Mensch, der ziemlich zornig ist,

(doch das gehört sich nicht als  Christ),

kann einen frommen Sieg verbuchen,

denn er verhindert, laut zu fluchen. 

 

Dann kommt er bei der Arbeit an,

steht ohne Pause seinen Mann,

nichts klappt, der Chef wird auch noch laut,

kurzum der Tag ist schwer versaut.

 

Beim Heimweg, Wetter, Stimmung grau,

steht er zwei Stunden lang im Stau.

Zum Überfluss platzt ihm ein Reifen,

das lässt den Mensch zum Gröbsten greifen.   

 

Er flucht und schimpft laut vor sich hin,

nichts Gutes mehr in seinem Sinn.

Wenn ihm noch schief kommt irgendwer,

dann macht er dem das Leben schwer.    

 

Zu Hause dann, zu später Stund´,

begrüßt ihn freudevoll sein Hund.

Er wedelt glücklich mit dem Schwanz,

vollführt den reinsten Freudentanz. 

 

Der Mensch bat Gott an diesem Abend,

bei einem Tässchen Tee sich labend:

Herr mache mich in dieser Welt,

zu dem, für den mein Hund mich hält! 

 

 

 

 …nie tiefer als in Gottes Hand       

 

Psalm 31 

 

Als ich keinen Ausweg, kein Licht mehr sah, 

da ließ er mich spüren, er war da.

Als ich mich verirrte, dumm und blind, 

da ließ er mich spüren, ich war sein Kind.

Als ich ihn verließ, kein Wort mit ihm sprach, 

da ließ er mich spüren, er geht mir nach.

Als ich mich verstrickte erneut in die Schuld, 

da ließ er mich spüren, er hat Geduld.

Als ich ganz allein war, verzweifelt, gekränkt, 

da ließ er mich spüren, er ist es, der lenkt.

Als ich im Leben scheiterte fast, 

da ließ er mich spüren, er trägt die Last.

Wenn ich dann einst gehe, steh vorm Gericht, 

dann sagt mir mein Retter: Fürchte dich nicht!

 

 

 

 

 

Frühling                                                                                               

 

Psalm 118, 24

 

Ein Sehnen wird den Menschen inne,

betört sind Seelen, Herzen, Sinne,

ganz zart beginnt das Grün zu sprießen,

den Hauch des Lebens auszugießen. 

 

Ob Kind, ob Greis, ob Mittelalter,

ob Fisch, ob Kuh, Zitronenfalter,

zum Aufbruch drängen Kreaturen,

beim dritten Schlag der Jahresuhren.

 

Was trübe war, wird langsam heller,

der Mensch kommt aus dem Winterkeller,

schenkt neu Beachtung vielen Dingen,

die sonst an ihm vorübergingen.

 

Er singt, wie Vögel, frohe Lieder,

steht auf und trimmt die müden Glieder,

dreht sein Gesicht zum Sonnenschein,

putzt Seele, Wohnung blitzblank rein. 

 

Schenkt jedem froh ein Frühlingslächeln,

lässt sich vom milden Wind umfächeln,

wird, was wir äußerst selten sind:

Ein liebevolles Gotteskind.

 

 

 

 

 

 

 

Der Sinn des Lebens                                                                   

 

Kolosser 3, 23-24 

 

Deine Augen können sehen,

gehst du sehend durch die Welt.

Deine Ohren können hören,

den, der Sorgen dir erzählt.   

Deine Hände können geben,

dem, der bittend zu dir schaut,

deine Seele kann verbinden,

wenn sie Lebensbrücken baut.   

Deine Arme können tragen,

den, der es nicht weiter schafft,

deine Füße sind Begleiter,

fehlt dem Einsamen die Kraft.  

Deine Lippen können reden,

ruft ein Mensch zu dir in Not,

aber auch begleitend schweigen,

treffen sie Gevatter Tod.  

Deine Taten, deine Worte,

deine Hilfe und dein Rat,

ist der tiefe Sinn des Lebens,

mit Vernunft und Fleiß gepaart.  

Leb dein Leben für den Nächsten,

nutze das, was Gott dir gab,

dann folgst du erlöst dem Menschen,

der für uns am Kreuze starb.

 

 

 

 

 

 

 

Ein oder Anderer?   

 

Hebräer 13, 2

 

Die Einen rufen: Weg mit ihnen! 

Die Anderen: Kommt, lasst uns dienen! 

Die Einen rufen: Fremde raus! 

Die Anderen: Kommt in mein Haus! 

Die Einen haben Angst um Habe. 

Die Anderen ein Herz der Gabe. 

Die Einen fördern die Gewalt. 

Die Anderen lässt Not nicht kalt.     

Die Einen schreien Hassparolen. 

Die Andren gehen Hilfe holen. 

Die Einen schüren Vorurteile. 

Die Andren werfen Rettungsseile.

Die Einen bauen Zäune, Grenzen. 

Die Andren retten Existenzen. 

Die Einen werfen einen Stein.

Die Anderen, die laden ein.   

Die Einen, die sind purer Hass, 

die Anderen, die machen was. 

Die Einen prügeln, geben Hiebe, 

auf Andere schaut Gott voll Liebe.        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wasserdampf   

 

5. Mose 31,8 

 

Ein Mensch, der steht am Morgen auf, 

die Erde zu verbessern, 

mit Worten und mit guter Tat 

die Dürre zu bewässern.     

 

Das Meer zu sein an diesem Tag, 

das ist sein großes Ziel, 

jedoch bemerkt er schon recht bald, 

ein Meer scheint viel zu viel.  

 

Vielleicht tut es ja auch ein See,

so hat er eingeschränkt 

und flugs mit weniger Elan 

auf jenes Ziel gelenkt.     

 

Doch dieses war ihm auch zu groß, 

verdampfte in der Hitze, 

er reduzierte noch einmal 

auf eine große Pfütze. 

 

Schon etwas später hörte er 

den Misserfolg laut klopfen, 

beschloss, letztendlich reicht ja auch,

ein großer Wassertropfen. 

 

Der Mensch erkennt, mit einem Tropfen 

kann er niemand locken, 

beschließt, er lässt es lieber ganz -

die Welt bleibt weiter trocken. 

 

 







Nur Jesus     

                                                                       

Johannes 14, 6

 

Der eine hat das Pendel gerne,

der andere befragt die Sterne.

Der Dritte legt sich täglich Karten,

der Vierte findet Gott im Garten.   

 

So mancher sucht den Lebenssinn

in Whiskey, Wodka, Kokain,

doch Glück wird dadurch vorgelogen,

zum Abgrund führen alle Drogen.   

 

Auch Buddha ist ein Zeitgeisthit,

wer Ruhe sucht, macht willig mit.

Nirwana heißt das Ziel der Reise,

der Mensch verschwindet sinnlos, leise.    

 

Die Götter schauen schweigend zu,

wenn Frauen kommen nach der Kuh,

auch tausendmal reinkarniert,

ist nicht, was zur Erlösung führt.  

 

Die Energie, tief aus dem All,

vergeht in Not, wie Rauch und Schall.

New Age kann keine Antwort geben,

auf Schicksalsfragen hier im Leben.   

 

Selbst Bibeln werden zweckentfremdet,

wenn man als Mittel sie verwendet,

die Menschen unter Druck zu setzen,

als Zeugen, die durchs Leben hetzen.    

 

Die Krieger, die sich heilig nennen,

die feige morden, foltern, brennen,

die bringen Hass und Leid und Tod

und statt Erlösung Angst und Not.   

 

Schamanen, Heiler, Geistbeschwörer,

Verführer, Blender, Menschbetörer,

die ködern Menschen mit viel Qualen

und lassen sich dafür bezahlen.   

 

Doch Liebe, Mitleid, Trost, Erbarmen,

Vergebung, Hilfe für die Armen.

Erlösung von der Sündenschuld,

Befreiung, Hoffnung und Geduld.   

 

Das alles will uns einer geben,

der für die Menschheit gab sein Leben.

Nur Jesus ist der Himmelssteg,

er sagt ganz klar: „Ich bin der Weg.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufstehen  

 

Kolosser 3, 23-24 

 

Es sitzt ein Mensch am frühen Morgen

und macht sich um die Zukunft Sorgen.

Wohin das alles wohl noch führt,

als er in seinem Kaffee rührt.

 

Was tun mit all den Asylanten,

die Armut unter den Bekannten,

der Einsamkeit so vieler Alten,

er denkt: Die Welt wird wohl erkalten. 

 

Es sitzt ein Mensch am frühen Morgen

und macht sich um die Zukunft Sorgen.

Er sieht Probleme auch zu Hauf´,

trinkt seinen Kaffee und steht auf. 

 

Begleitet erst, die zu uns kamen,

verteilt dann Speisen an die Armen,

besucht danach noch ein paar Leute,

denkt abends: Das war prima heute! 

 

Zwei Menschen betten sich zur Ruh´,

sie machen ihre Augen zu.

Der Erste seufzt: Ein schlimmes Land.

Der Zweite nutzte Herz und Hand.

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg nach Bethlehem                              

 

Lukas 2, 1-20 

 

Aus den Fenstern leuchten warme Lichter,

der Advent bringt Stille in das Haus.

Kerzen spiegeln sich in Kinderaugen,

Menschenseelen richten sich neu aus.

 

Leise tönt Musik, die Herzen streichelt,

Plätzchenduft erfüllt so manchen Raum.

Taumelnd rieseln weiße Flocken nieder,

machen Stadt und Land zum Wintertraum. 

 

Endlich ist der große Tag gekommen,

die Geburt von Jesus steht bevor.

Christen preisen Gott am Heiligabend,

singen mit im großen Himmelschor.

 

Frieden hat der Engel uns verkündet,

Frieden, den die Welt vergeblich sucht.

Heute wollen wir den König feiern,

der mit seiner Botschaft Siege bucht. 

 

Engel jubilieren in den Höhen,

denn das Licht der Welt ist endlich da.

Dort im Stall in Bethlehem geboren,

kommt uns Gott in seinem Sohn ganz nah.

 

Jesus wird in unsrer Runde sitzen,

mitten unter uns will er heut´ sein.

Ladet alle Kranken, alle Armen,

auch zu diesem großen Fest mit ein.  

 

Heute kam der Schöpfer zu uns Menschen,

zeigte uns, wie wichtig wir ihm sind.

Tragen wir die Botschaft um die Erde,

die uns brachte Jesus, Gottes Kind.

 

 

 






Last Minute    

                                                     

Apostelgeschichte 2, 21 

 

Es ist die letzte Stunde,

du bist des Todes Kunde

und all´ dein Ruhm, dein Sein,

nützt nichts, du stirbst allein.

Die dir am nächsten stehen,

die können nicht mitgehen,

sie können nur begleiten

in jenen letzten Zeiten.

Das Hadern und Versagen

hat Gott mit dir getragen,

trotz Trauer und trotz Leiden,

bot er uns grüne Weiden. 

Du wechselst nur die Seiten

und es wird dich begleiten,

ein Engel Hand in Hand,

in das gelobte Land.

Wie Jesus uns verspricht,

er ist das Lebenslicht.

Er war, er ist, wird sein,

er lässt uns nie allein. 

 

 

 

 

Feiert Jesus (Sinn der Weihnacht)

 

1. Thessalonicher 5,16-18

 

Lasst die Maschinen schweigen,

schließt die Geschäfte ab,

zieht an die feinste Kleidung,

der König kommt herab. 

 

Lasst Weltenlärm verstummen

und lauscht der Jubelschar,

die Engelschöre preisen

den Schöpfer immerdar. 

 

Lasst alles stehen, liegen

und macht euch auf den Weg,

behindern euch auch Schluchten,

geboren ist der Steg. 

 

Lasst die Probleme ruhen

und feiert stille Nacht,

denn der die Dinge regelt

ward heut´ zur Welt gebracht. 

 

Lasst Sucht nach Ruhm beiseite

und treibt nicht Völlerei,

denn das ist sinnentstellend,

nur Jesus macht euch frei.

 

Lasst Handyton verstummen,

die IPods stellt auf still,

weil Gott in dieser Stunde

euch Liebe bringen will.  

 

Lasst biegen sich die Tische,

doch nicht im eignen Haus,

teilt, was der Herr uns schenkte,

mit offenen Händen aus. 

 

Lasst feiern uns den Abend,

der wirklich heilig ist,

damit die Welt den Grund nicht,

konsumverwirrt vergisst. 

 

Lasst Gott uns Ehre bringen

mit Herz und Mund und Hand,

denn heute hat der Schöpfer

Erlösung uns gesandt.

 








Runderneuerung      

                                                          

Matthäus 26, 53

 

Wie im Herbst die dunklen Wolken, trüb, verhangen, schwermutsvoll,

fühlst du dich an manchen Tagen, sagt dein Lebensprotokoll.

Bist ganz still in dich versunken, in der Welt voll Plagen

und ganz einsam drehst du Runden, hast der Welt nichts mehr zu sagen.

Grübelst viele schwarze Stunden, drehst dich immer nur im Kreis,

ohne Enden leckst du Wunden, versinkst ins Lebensmoor ganz leis´.

Und die Schönheit dieser Erde, alle Farben, alle Pracht,

gehen ungenutzt vorüber, ohne Licht für deine Nacht.

Gott erschuf dich für das Leben, ihm zum Lobe und zur Ehr.

Wer um seine Hilfe bittet, dem schickt er ein Engelsheer.  

 

 

 

 

 

 

Freundschaft           

                                                             

Johannes 15, 13

 

Ein Freund ist im Leben ein riesiges Glück,

im Puzzle der Menschheit ein seltenes Stück.

Dem Freund, dem ist kein Abgrund zu tief,

er führt dich durch Klippen, zerklüftet und schief.

Ein Freund, der ist im Leben der Trost,

wenn durch die Idylle ein Unwetter tost.

Dem Freund, dem ist kein Weg zu weit,

er ist dir ein Tröster bei Schmerzen und Leid.

Ein Freund, der muss auch mal unbequem sein,

doch lässt er im Notfall dich niemals allein.

Ein Freund ist Oase in trockener Zeit

und hält für die Dürre den Regen bereit.

Ein Freund bleibt in schweren Zeiten bei dir

und öffnet der Hoffnung aufs Neue die Tür.

Ein Freund ist verschwiegen wie ein Tresor

und hält dir den Spiegel der Eitelkeit vor.

Ein Freund geht mit dir durch sonnige Zeit,

denn Lachen und Freude sind schöner zu zweit.

Ein Freund steht dir bei, wenn der Tod dich berührt,

begleitet den Weg, der zum Himmelreich führt.

Ein Freund ist im Leben dir Fuß, Herz und Hand,

wohl dem, der auf Erden nur einen fand.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seelenpflege          

 

Markus 9, 23 

 

Es reiben sich die Menschen auf

in vielen kleinen Fehden,

vergessen auf dem Trümmerfeld:

Gott schenkte uns einst Eden. 

 

Die Kleinigkeiten machen krank,

vergiften unser Sein.

Statt Brot dem Nächsten anzubieten,

ergreifen wir den Stein. 

 

So jagt die Welt nach Nichtigkeiten,

vergöttert falsche Schätze,

doch fragt die Seele nach dem Sinn

verstummen Antwortsätze. 

 

Der Zeitgeist predigt Schönheitswahn,

man soll den Körper stählen,

doch wenn man nur die Körper pflegt

verhungern bald die Seelen. 

 

Den Mensch, der sich zum Himmel streckt,

und sei es kurz vorm Ende,

erwartet in der Ewigkeit

der Gott der sanften Hände.

 

 

 

 

 

 

 

Man nehme 

                                                                                                 

Epheser 4, 2 

 

Nimm dir jeden Tropfen Glück

und lass´ ihn durch die Kehle fließen,

im Leben gibt´s kaum einen Becher

drum lerne den Moment genießen. 

 

Nimm die Gottesgabe Liebe

und nutze sie zum Seelen wärmen,

sie ist der wahre Weg zum Frieden

bei allem Hetzen, Streben, Lärmen. 

 

Nimm die Zeiten tiefer Stille

und lasse sie tief in dein Herz,

denn durch die Oase Ruhe

besiegst du Kummer, Leid und Schmerz. 

 

Nimm die milde Gabe Mitleid

und öffne gebend deine Hände,

denn das Schenken sammelt Schätze,

wie schnell ist doch dein Weg zu Ende. 

 

Nimm dir eine Handvoll Demut

und widerstehe Eitelkeiten,

denn Erste werden Letzte sein

beim Weg durch Erdenzeiten.

 

Nimm die Zeiten voller Trauer,

lasse zu und werde heile,

keine Wunde, kein Verlust

vernarbt durch große Eile.  

 

Nimm ein Stück von Jesus Sanftmut

und bringe Frieden in die Welt,

denn tagtäglich stirbt die Unschuld

bei dem Kampf um Macht und Geld.

 









Das Petrussyndrom   

                                                      

Matthäus 26, 69-75 

 

Ein Mensch, der folgte Jesu Wort

und mühte sich in einem fort,

die Wege und das Ziel zu sehen,

um diese Welt gerecht zu drehen. 

 

Doch trotz des Menschen guten Strebens

versagte er im Kampf des Lebens,

sank mit in Sümpfe voller Lügen,

begann zu täuschen und betrügen. 

 

Bald trug er Masken aller Arten,

die seine Nächsten täglich narrten

und wechselte den Sinn und Ton

wie Farben das Chamäleon. 

 

Die Fahne hing er in den Wind,

war bald für Leid und Unrecht blind,

ging mit dem Zeitgeist alle Tage,

stand auf dem schweren Teil der Waage. 

 

Der Mensch, der Jesus folgen wollte

und den der Alltag überrollte,

hört plötzlich, und beginnt zu sehen,

den Hahn der Falschheit dreimal krähen. 

 

Ab da beginnt er sich zu trauen

sein Leben völlig umzubauen

und wird, wie Jesus einst verkündet,

der Stein, auf den die Kirche gründet.

 

 

 

Befreiung              

 

1. Korinther 13, 4-5 

 

In einem Strudel, voller Stolz,

da drehte sich ein Stückchen Holz.

Es drehte sich tagaus, tagein

nur um sich selbst und blieb allein.

Ein Kind, das kühles Nass genoss,

gab jenem Holzstück einen Stoß.

Da wundert sich das Holzstück sehr

und sieht, es gibt im Leben mehr,

als immer um sich selbst zu kreisen,

statt Nächstenliebe zu beweisen.

Wer aus dem Strudel sich befreit,

wird Eckstein für die Christenheit,

der hadert mit dem Schicksal nicht,

verbreitet in der Welt nur Licht

und schwimmt ganz ohne Überdruss

erlöst in Gottes Lebensfluss.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn ich nicht…                                                                                 

 

2. Petrus 3, 9 

 

Wenn ich nicht Ruhm und Geld nachjagte,

wie viele Junge und Betagte,

dann könnte ich nicht täglich "surfen",

die "Freunde" stets bei Facebook nerven,

nicht stundenlang TV-Soaps schauen,

nicht ständig an das Haus anbauen,

nicht durch Geschäfte Geld vermehren,

nicht Kaviar und Lachs verzehren,

nicht auf das neue Auto sparen,

nicht dreimal in den Urlaub fahren,

nicht täglich meinen Körper stylen,

nicht sammeln viele Bonusmeilen,

nicht Apps benutzen, twittern, mailen,

mich nicht im Fitnesscenter quälen.

Nein, nein, es tut mir wirklich leid,

dann hätte ich ja viel mehr Zeit

um mit Senioren froh zu singen,

um Zeit mit Armen zu verbringen,

um Kindern etwas vorzulesen,

um Kranken helfen zu genesen,

um Hand zu halten den Betagten,

um aufzuhelfen den Verzagten,

um Trost zu spenden, dem, der trauert,

um zu befreien, den, der mauert,

um unseren Überfluss zu teilen, 

um Spaß zu bringen und zu heilen,

um da zu sein in allen Nöten,

um voller Dank zu Gott zu beten.

 

 

 

Der kleine Lord      

 

Apostelgeschichte 20,35

 

Ein Mensch, ein Griesgram schlimmster Sorte, 

benutzte viele böse Worte, 

erzeugte Kummer, Not und Leid 

und endete in Einsamkeit.      

 

Ein Bettler saß auf einer Straße,

der Mensch ging auch durch jene Gasse 

und legte voller Übermut, 

2 Euro in den alten Hut.     

 

Der Arme sprach: „Recht vielen Dank, 

Gott segne sie ihr Leben lang, 

es gibt nicht viele nette Leute, 

auf einen davon traf ich heute.“ 

 

Dem Menschen mit der rauen Schale

ging Sonne auf zum ersten Male. 

Die Worte haben ihn verwandelt,

sodass er liebevoll nun handelt.  

 

Schon bald verschwand sein Seelenschmerz, 

er öffnete die Hand, das Herz 

und wurde, vorher kalt und blind,

ein liebevolles Gotteskind.

 

So wertvoll können Worte sein,

wer sie auch spricht, ob Groß, ob Klein.

Es war, wie einst beim kleinen Lord, 

Verwandlung durch ein gutes Wort.         

 

 







Carpe Diem  

 

Markus 8, 36 

 

Nutze jeden neuen Tag, den der Herr dir schenkt,

achte auf die Herrlichkeit, mit der er uns bedenkt.

Morgen ist der Tag vorbei, der heute vor uns liegt,

erkenne die Einmaligkeit, bevor der Alltag siegt.  

 

Schiebe nicht auf später auf, tu das Gute gleich,

triffst du Armut irgendwo, mach sie gebend reich.

Glaube, Hoffnung, Liebe begleite deinen Weg

und über tiefe Wasser sei du der starke Steg. 

 

Gott spricht: Wo dein Herz ist, befindet sich dein Schatz,

vernichte nicht durch Götzen den gottgeweihten Platz.

Reich macht nicht zufrieden, zufrieden macht dich reich.

Liebe macht die Herzen für Jesus Worte weich. 

 

Sei helles Licht in dieser Zeit, die Dunkelheit umgibt,

dann gibst du Zeugnis auf der Welt, wie uns Gottvater liebt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Welt                                                                                      

 

Römer 1, 20

 

Sonne, du scheinst über jeden,

rot und gelb und schwarz und weiß.

Wind, du bläst für alle Menschen,

fragst nach Wert nicht oder Preis. 

 

Regen, tränkt die ganze Erde,

fällt auf Pflanzen, Menschen, Tier.

Gott gab alles für uns alle,

doch wir sagen ich statt wir. 

 

Wunderbarer Kreis der Dinge,

Schöpfers Plan ist überall,

von der dicken, fetten Spinne,

bis zum schönsten Bergkristall. 

 

Öffne weit das Wunder Auge,

brauchst kein Wissen und kein Geld.

Gott schuf einst für uns die Erde,

er sprach: Mensch, nimm dir die Welt. 

 

Deshalb ist die Frage müßig:

Was lässt Gott nur alles zu?

Menschen machen Katastrophen,

schuldig bin auch ich, bist du.

 

Jedes Ding ist Sinn erfüllend,

doch zum Raubbau nicht bestimmt,

Gottes Wort zeigt dem die Lösung,

der die Bibel wichtig nimmt. 

 

Als er diese Erde schöpfte

und uns dann gewähren ließ,

war sie voller schönster Dinge,

doch wo blieb das Paradies?

 

 





 

 

 

 

 

Winterabend    

                                                                                      

Psalm 23,1-2

 

Mit Schnee bedeckt ruht Land und See,

der Wald steht splitternackt,

mit eisig kaltem Atemhauch

hat Winter zugepackt. 

 

Im Hause wärmt des Holzes Glut,

Gemütlichkeit kehrt ein,

ein Mensch, der von der Arbeit ruht,

genießt des Feuers Schein. 

 

Der Tag neigt schon zum Ende sich,

ein letztes schwaches Winken,

die Nacht verdrängt das Tageslicht,

die Sonne muss versinken. 

 

Voll Frieden schaut ein Mensch hinaus,

was mag er gerade denken,

lässt er von Gottes Paradies,

ein kleines Stück sich schenken? 

 

Auch innerlich mit heißem Tee,

will er sich gleich beglücken,

baut zwischen Eis und Sturm und Schnee,

zu seinem Schöpfer Brücken.

 

Es wirkt erquickend und erlabend

die Muße zu genießen,

an einem langen Winterabend

sich lesend hinzugießen.  

 

Vor den Kamin, der prasselnd wärmt

und Dankbarkeit erzeugt,

bei jenem Mensch, der seinen Kopf

vor Gott dem Geber beugt. 

 

Nimm so von jeder Jahreszeit

ein Stück mit in dein Leben,

lass deine Seele einmal frei

und halte ein mit Streben. 

 

Sei dankbar für den Reichtum

und öffne deine Hand,

zur Hilfe für den Nächsten

im weit entfernten Land.

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

In der Himmelswerkstatt  

                                                             

Lukas 2, 14 

 

Englein sausen hin und her,

niemand spielt die Harfe mehr.

Körbeweise kommt die Post

von jedem Kind, aus West und Ost.

Kinderwünsche zu erfüllen

ist der Himmelswerkstatt Willen.

Das ist schwer, wie man wohl weiß,

denn jedes Ding hat seinen Preis.

Bei Kindern aus den reichen Ländern,

muss selten man die Wünsche ändern,

Smartphone, Lego, Barbiepuppen,

sind Renner aus dem Himmelsschuppen.

Ganz anders sehen Wünsche aus,

in Zelten, Hütten, Wellblechhaus.

Mal einmal richtig satt sich essen,

die täglich große Not vergessen.

Ein Spielzeugauto, einen Ball,

ein Leben führen, ganz normal.

Kein Krieg, dass Waffen endlich ruh´n,

dass Menschen nicht mehr böses tun.

Die Engel machen sich daran

und fangen zu beraten an.

Für jeden ein gerechtes Leben?

Es muss doch eine Lösung geben.

Ein Engel, der besonders schlau,

der trifft ins Schwarze haargenau:

Die Botschaft Jesu braucht die Welt,

nicht Reichtum, Luxus, Jagd nach Geld.

Barmherzig sein, den Nächsten lieben,

sanftmütig kämpfen für den Frieden. 

Teilen, helfen, Not verhindern

und durch das Geben Elend mindern.

Die Menschen in den reichen Ländern

können nur die Lage ändern.

Wenn jedem Kind, das alles kriegt,

auch ein Teil weniger genügt

und wir das Opfer umverteilen

kann Jesus Wort die Menschen heilen!

Versuch es auch, mein liebes Kind,

weil wir doch Gotteskinder sind,

zeig, dass wir nicht für uns nur leben

und von dem Reichtum gerne geben,

dann werden alle Gaben dein,

von Gott ganz reich gesegnet sein.

 

 

  

Auf Jesus Spuren

 

Hebräer 12, 2 

 

Aus jedem Knopfloch soll die Liebe Jesu leuchten,

bei jeder Tat soll seine Handschrift deutlich sein,

an unsren Werken soll man Jesu Weg erkennen,

denn ihm gebührt die Ehre ganz allein. 

 

In Dunkelheit lasst uns die hellen Lichter bringen,

bei Trauer lasst uns Trost, und Ohr, das zuhört, sein,

durch unsre Worte soll man Jesu Stimme hören,

denn ihm gebührt die Ehre ganz allein. 

 

Den Kindern lasst uns Herz und Hände geben,

Begleiter auf dem Weg ins Leben sein,

denn Jesus lässt die Kinder zu sich kommen

und ihm gebührt die Ehre ganz allein. 

 

Wo Unrecht ist lasst uns den Schwachen Stimme geben,

bei Armut lasst uns Hand und Geber sein.

Denn unser Reichtum ist von Gott geliehen

und ihm gebührt die Ehre ganz allein. 

 

Das Kreuz des Heils soll uns durch das Leben leiten,

es soll uns Ansporn, Hoffnung und Gewissheit sein,

dann gehen wir den letzten Weg in Jesus Spuren,

denn ihm gebührt die Ehre ganz allein. 

 

 

  

Der Weg    

                                                                               

2. Korinther 5, 17

 

Mensch, wohin geht deine Richtung?

Mehr zum Schatten, mehr zum Licht?

Manchmal mahnt uns jemand leise,

doch man lauscht der Stimme nicht. 

 

Jedem ist die Wahrheit inne,

von Gott ins Herz hineingelegt,

doch die Stürme unsrer Sinne

haben sie schnell weggefegt. 

 

An den Brüchen eines Lebens,

sehen wir im Rückblick ein,

meistens wehrt man sich vergebens,

nichts wird ungeschehen sein. 

 

Nur im Leid und kurz vorm Ende,

einsam, hilflos, tief betrübt,

hebt der Mensch zu Gott die Hände,

hofft, dass er auch ihm vergibt. 

 

Dieser Gott, als Mensch geboren,

ging durch Liebe, Trauer, Schmerz,

niemand gibt er je verloren,

öffnet Arme, Seele, Herz.

 

Täglich darf ich neu beginnen,

denn am Kreuz starb meine Schuld,

ließ ich Chancen auch verrinnen,

nie verliert Gott die Geduld. 

 

Jesus können wir vertrauen,

denn sein Geist gibt uns sein Wort,

er ließ schon die Wohnung bauen,

Paradies heißt jener Ort. 

 

 

 

 

 

 

  

Stille Stars  

                                                                                   

Lukas 6, 38                         

 

Alle die, die Kranke pflegen,

die auf Schultern Hände legen,

die ein nettes Wort verteilen,

selbstlos still zu Hilfe eilen,

die, die geben ohne Lohn,

folgen Jesus, Gottes Sohn,

für mehr Nächstenliebe werben,

die begleiten, auch beim Sterben,

die den Blick für Leid bewahren,

kalte Welt durch Wärme klaren,

ohne Blick auf Ruhm und Geld,

ihr seid die wahren Stars der Welt. 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

  

Himmelwärts       

 

2. Moses 22,20 

 

Siehst du die Machtlust der Führer,

diesen Dämonen der Nacht?

Sie haben haltlose Menschen

zu pervertierten gemacht. 

 

Siehst du die Hand, diese kleine,

die Vaters Hand fest umfasst?

Siehst du die Scham jenes Vaters,

der seine Ohnmacht so hasst? 

 

Siehst du die Wölfe im Schafspelz,

sie bringen Hass in die Welt.

Siehst du sie mit ihrem Mantra:

Angst um Besitz und um Geld. 

 

Siehst du die Tränen der Mutter,

wenn ihr die Seele zerreißt?

Siehst du sie weinend am Gitter,

das ihre Hoffnung abweist? 

 

Siehst du die pöbelnden Menschen,

was haben sie schon getan?

Sie kamen ohne ihr Zutun

hier im Schlaraffenland an.

 

Siehst du die Menschen am Feuer,

aus einem Land, kriegsentweiht?

Siehst du die Endzeitpropheten,

geifernd zur Hetzjagd bereit?  

 

Siehst du den braunen Gesellen,

Seele verkümmert und klein?

Er will durch Hass und durch Hetze,

wieder ein Herrenmensch sein. 

 

Siehst du das Sterben der Würde

und wie Gemeinschaft zerfällt?

Siehst du die Angst vor dem Fremden

und Egoismus der Welt? 

 

Siehst du die Menschen auf Booten,

verarmt, verjagt, auf der Flucht?

Siehst du den Blick voller Flehen,

dessen, der Schutz bei uns sucht? 

 

Siehst du die Meister der Zwietracht,

die auf Europa ausstrahlt?

Wieder das Menschsein entwertet,

wieder die Armut, die zahlt. 

 

Hörst du das Lachen der Kinder,

von der Bedrohung befreit?

Siehst du das Glück in den Augen,

hinter dem Schleier aus Leid?

 

Willst du die Zukunft verändern,

öffne die Seele, dein Herz.

Wachsen dem Herzen noch Hände,

dann wächst die Welt himmelwärts.

 

 

 

 

 

 


  

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Lukas 21, 1-4 

 

Au dem Tisch steht frisches Brot, Saft und Wurst und Käse.

Gleich daneben liegt die Zeitung, die ich gerne lese.

Wohlig warm ist meine Wohnung, draußen tobt der Sturm,

nichts fehlt mir zu meinem Glück, hier im Wohlstandsturm.

Selbstverständlich ist das Auto, Spiel und Spaß im Leben.

Kinder, Frau, die Arbeitsstelle, was kann mehr mir geben?

Jeden Tag gefüllte Tische, klares Wasser trinken,

alle Freuden dieser Welt, ließ der Herr mir winken.

Aber Danken oder Geben, fällt uns oft sehr schwer.

Denn wer viele Dinge hat, der will immer mehr.

Manchmal, wird mir das bewusst, muss ich mich sehr schämen,

dass wir jeden Tag, statt teilen, ohne Demut nehmen.

Das wir schimpfen, uns beschweren, über Last im Leben,

statt von dem immensen Reichtum Krümel abzugeben.

Nächstenliebe kann das heilen, doch der Egoismus stört,

schließen wir nicht unser Herz, dass die Worte Jesu hört.

Lernen wir von ihm, zu geben, Herrscher, König dieser Welt,

der das Opfer eines Armen für das allergrößte hält.

 

 

 

 

 

 

Zweifel      

                                                                          

Johannes 20, 24-29 

 

Ein Zweifel trat auf seinen Wegen, 

dem, was Natur bezeugt, entgegen 

und schlich auf heimlich leisen Sohlen, 

in Hirne, um sie umzupolen.     

 

„Du glaubst an Schöpfung, dummer Tor? 

Du machst dir selber etwas vor“, 

rief er in Hirnzellkatakomben, 

warf in Erkenntnis Zweifelsbomben.     

 

Die Hoffnung schmiss er unverfroren

mitsamt dem Frieden aus den Ohren 

und Ruhe und Gelassenheit, 

wich Angst vor Elend, Not und Leid.   

 

Dann holte er sich die Frau Leere, 

damit sie noch mehr Zweifel mehre. 

Sie zeugten Kinder, so ging hin, 

die Antwort auf den Lebenssinn.    

 

Der Mensch, noch grad ein guter Christ, 

mutierte fast zum Atheist, 

beschloss, der Spieß wird umgedreht 

und schickte Gott ein Stoßgebet.     

 

Gott kannte ja die Menschenschar 

und war, wie immer, für sie da, 

denn jeden muss er, bis zuweilen, 

schon mal von großen Zweifeln heilen.       

 

Er sandte seinen Kammerjäger, 

den Engel namens Hoffnungsträger, 

der hat am Himmel aufgezogen 

als neuen Bund den Regenbogen.

 

 







Mächtig in den Schwachen...                                                   

 

Matthäus 25, 31-46

 

 

Die Frau auf dem Bahnhof, die Pfandflaschen sucht.

Der psychisch Erkrankte, der zetert und flucht.

Das Kind, das in Schmutz und in Dreck leben muss.

Der Einsame, der mit dem Leben macht Schluss.

Der Embryo, dem man das Leben verwehrt.

Das Straßenkind, das niemals Liebe erfährt.

Die Mutter, die Kinder alleine erzieht.

Der Junkie, der keine Zukunft mehr sieht.

Der Fremde, der sich bewirbt um Asyl.

Der Kindersoldat ohne jedes Gefühl.

Die Kleinen, von Pädophilen beschmutzt.

Die Sklaven, von Großgrundbesitzern benutzt.

In allen schaut Jesus uns mahnend an

und fragt: „Was habt ihr für diese getan?“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Land Egoist 

                                                                      

Philipper 2, 3                                                                                         

 

Im Land, in dem Milch und Honig floss,

befanden vier Einwohner sich,

sie schwelgten dort im Überfluss und hießen

Ich, Meiner, Mir, Mich. 

 

Zwei Worte, die kamen dort niemals vor,

die Worte „Liebe“ und „Gott“

und bald schon schmiedeten drei voller Hass,

einen mörderischen Komplott. 

 

Drei Menschen hatten nun noch mehr Besitz

und bald war die Freundschaft vorbei,

zwei meuchelten den dritten im Bunde dahin

und frönten der Aasfledderei.

 

Zwei Menschen, die nannten ihr Land „Egoist“

und versprachen sich, friedlich zu sein,

doch letztlich kam es zum grausamen Kampf

und übrig blieb einer allein. 

 

Ein Mensch im Lande von Honig und Milch,

der krönte zum Gott selber sich,

doch nachts schon klopfte der Tod auch bei ihm,

so ging es Ich, Mir, Meiner, Mich.

 

Ein wenig für alle und niemand am Rand,

so hat Gott uns Menschen gemeint,

denn dann heißt es Dir, Deiner, Du, Dich,

was Menschen in Liebe vereint.

 

 

Zwiesprache     

                                                             

1. Chronik, 16, 34 

 

Für den Kaffee, den ich trinke, dank ich dir

und den Hopfen, den du schenkst für kühles Bier.

Für den Kuchen, den ich esse und die Sahne,

für den Apfel, die Orange, die Banane.

Für das Auto, das ich fahre, für mein Geld,

für das Haus in dem ich wohne, für die Welt.

Für die Menschen, die ich kenne, für die Pflanzen,

für die Musik, für das Singen, für das Tanzen.

Großer Gott ich kann mit danken gar nicht enden,

denn du gibst mit Liebe und mit vollen Händen.

Wenn wir Menschen nichts mehr von dir wissen wollen

und bei Leid und Unglück deinem Namen grollen,

frage ich, was wir denn für ein Leben hätten,

würdest du am Band uns halten wie die Marionetten.

Nur durch unsre Hände kannst du Leiden heilen,

nur durch unsre Hände großen Reichtum teilen,

drum verzeih, dass wir so oft die Schuld dir geben

und wir selber blind für unsre Nächsten leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorurteile                                                                           

 

Lukas 6, 37 

 

Ach, was ist das für ein Christ,

der immer so verschlossen ist.

Er redet nicht, er sitzt dort nur,

von Christenfreude keine Spur. 

 

Ganz teilnahmslos, so schaut er drein,

so kann ein Christenmensch nicht ein,

er lächelt nie, er singt nicht mit,

er scheint nicht in der Bibel fit. 

 

Er nimmt nicht an Gemeinschaft teil,

wahrscheinlich sucht er nur sein Heil

und ist die Messe gerade aus,

verlässt er schnell das Gotteshaus. 

 

Ein Freund, dem ich all´ das erzählte

und dabei böse Worte wählte,

der stieß mein Weltbild ganz schnell um,

der „schlechte Christ“ war taub und stumm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seelenmeertaucher                                                           

 

Jesaja 60, 1-3 

 

Es taucht ein Mensch im Seelenmeer,

um Leben zu begreifen

und jede Seele, die er trifft,

lässt ihn ein Stückchen reifen. 

 

Da gibt es Seelen, klein und neu,

in vielen bunten Farben,

doch Seelen, selber nie geliebt,

die lassen jung sie darben. 

 

Da gibt es Seelen, kalt und grau,

die könnten Hilfe bringen,

doch Chorgesang ist ihnen fremd,

sie wollen Solo singen. 

 

Da gibt es Seelen, zart und fein,

die Friedensworte sprechen,

doch Seelen, grausam abgestumpft,

die wollen sie zerbrechen. 

 

Da gibt es Seelen, liebevoll,

die kämpfen für die Armen, 

doch Seelen voller Hass und Gier,

die kennen kein Erbarmen.

 

Da gibt es Seelen aus Beton,

die lassen sich nicht nahen,

doch nur, weil sie im Leben nie

ihr eigenes Elend sahen.  

 

Da gibt es Seelen, alt und krank,

das Ende abzusehen,

doch Seelen voller Menschlichkeit,

die jeden Weg mitgehen. 

 

Da gibt es Seelen, reich und schön,

die Armut niemals kannten,

doch die durch ihre Drogensucht,

schon bald sehr jung verbrannten. 

 

Da gibt es Seelen, leidgeprüft,

die steile Wege gingen

und trotzdem voller Lebenslust,

das Lob des Schöpfers singen. 

 

Der Taucher, dort im Seelenmeer,

will Nächstenliebe lehren

und durch sein Wort und seine Tat,

Gerechtigkeit vermehren. 

 

Er liest im Buch, das Gott ihm gab,

erkennt das wahre Leben

und möchte vom Erfahrungsschatz

dem Nächsten weitergeben. 

 

Er taucht im Meer ein Leben lang,

nutzt klug den Tiefenmesser

und hofft, dass er am Ende sieht:

Die Welt wird etwas besser.

 

Spötter der letzten Tage  

 

Petrus 2, 3-4       

 

Auf der Bühne steht ein Mensch,

schleudert Hohn und Spott,

auf die Bibel, auf die Christen,

auf den großen Gott.

 

Und die Welt, sie applaudiert,

jubelt, jauchzt und lacht.

Satan fühlt sich pudelwohl,

freut sich seiner Macht. 

 

Auf der Bühne steht ein Mensch,

spricht vom "Gotteswahn",

lässt die Menschen für den Ruhm

in den Abgrund fahr´n. 

 

Und die Welt, die applaudiert,

jubelt, jauchzt und lacht,

sieht nicht das Dämonenheer,

das auf den Weg sich macht. 

 

Auf der Bühne steht ein Mensch,

verhöhnt den Menschensohn,

suhlt sich in der Blasphemie

für den Weltenlohn.

 

Und die Welt, sie applaudiert,

jubelt, jauchzt und lacht,

nur die Engel sind bestürzt

über so viel Nacht.  

 

Auf der Bühne steht ein Mensch,

fürchtet kein Gericht,

willig folgt ihm seine Schar,

scheut das wahre Licht. 

 

Und die Welt, die applaudiert,

jubelt, jauchzt und lacht,

denn der Teufel ködert jeden,

der nicht ständig wacht. 

 

Auf der Bühne stand ein Mensch,

er war Gottes Sohn,

nahm die Schuld der Menschen weg,

trug der Sünde Lohn. 

 

Und die Welt hat applaudiert,

als am Kreuz er starb,

doch den Sieg trug er davon,

verließ das kalte Grab.

 

Spott und Häme werden stumm,

wenn er einst erscheint.

Zähne klappern wird dann sein

und der Spötter weint.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dorfgespräch          

                                                                                 

Jakobus 4, 11-12 

 

So manches, was ein Auge sieht

und falsche Schlüsse daraus zieht,

macht Nächste lächerlich und klein

um selber leidlich groß zu sein. 

 

Auch K., so sei er hier genannt,

fiel den Hyänen in die Hand

und wurde, eigentlich integer,

das Synonym für Schürzenjäger. 

 

Am Bahnhof sah man es genau,

er küsste eine blonde Frau,

die nicht die hübsche Dame war,

einst hingeführt zum Traualtar. 

 

Die Nachbarin, die das erspähte

und zum Skandal die Sache blähte,

die gab am Nachmittag, noch leis´,

den Seitensprung des Nachbarn preis. 

 

So ging die Story ihren Weg

und diente manchem als Beleg,

dass man nur vor die Köpfe schaut

und besser niemand recht vertraut.

 

Des Abends dann im Turnverein

da galt Herr K. als sehr gemein,

denn Märchen machten flugs die Runden,

von seinen vielen Schäferstunden.  

 

Wer nicht bei Drei auf Bäumen sitzt,

dem hat er einen Kuss stibitzt,

so hieß es hinter hohler Hand,

wenn man ein Rendezvous erfand. 

 

Sie sah ihn hier, er sah in dort,

mit mancher Frau an manchem Ort,

zuletzt hieß er nur Don Juan,

bei Jung und Alt, bei Frau und Mann. 

 

Die beste Freundin von Frau K.,

die schon die Scheidung kommen sah,

beendete den Lügenreigen

um Solidarität zu zeigen. 

 

Frau K. bekam sich nicht mehr ein,

verspottete den Dorfverein,

denn jener blonde Vamp der war:

die jüngste Schwester von Herrn K. 

 

„Das habe ich doch gleich gewusst“,

sprach mancher Wendehals voll Frust,

„der K., das ist ein guter Mann,

der keine Fliege töten kann!“

 

Man grüßt ihn freudig, ohne Scham,

auch wenn man ihm die Ehre nahm.

Man sieht nicht Balken, das ist bitter,

nur in des Nächsten Augen Splitter.

 

 

 

 

 

 

Kleiner Mensch

 

2.Mose 20,13

 

Noch ahnt es niemand, kleiner Mensch,

ein Samen traf ein Ei.

Bei diesem größten aller Wunder

trug Gott das Leben bei. 

 

Mit jedem Tag wächst Körper, Geist,

du Gabe unseres Herrn.

Bist wertvoll, bist ein Unikat,

ein heller, neuer Stern. 

 

Was bringst du mit in diese Welt,

was niemand anderer bringt?

Bist du vielleicht der eine Mensch,

der wie kein zweiter singt? 

 

Bist du vielleicht ein Sonnenschein,

ein Chromosom zu  viel,

in dem uns Gott ein Beispiel schenkt,

wie er uns Menschen will? 

 

Bist du der Mensch, der heilen kann,

der Krankheiten besiegt,

weil Forscherdrang und Wissensdurst

in seinen Genen liegt?

 

Bist du der Mensch, der Stadien füllt,

weil du Rekorde brichst

und durch Athletik, Muskelkraft

im Sport als As bestichst?  

 

Bist du der Maler, der der Welt

die schönsten Bilder malt,

für die ein Sammler irgendwann

Millionensummen zahlt? 

 

Bist du der Mensch, der zärtlich pflegt,

der tröstet liebevoll,

der Worte der Ermutigung

in Zeiten spricht von Moll? 

 

Bist du der Mensch, der Wohlstand bringt,

der klug ein Land regiert,

der voller Weisheit, voller Mut,

die Welt zum Frieden führt? 

 

Kleiner Mensch, wo bist du hin?

Ich sehe dich nicht mehr.

Wieso ist dein warmer Ort

plötzlich kalt und leer? 

 

Kleiner Mensch? Kleiner Mensch?  +++

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da war einer…                                               

 

Matthäus 5. 21-48  und 6. 1-34       

 

Da war einer, der tat nicht, was alle tun,

und fragte: „Wie hoch ist mein Lohn?“

Er heilte das Herz, den Körper, den Geist

und nannte sich selbst Gottes Sohn. 

 

Sprach: „Bringt keine Opfer vor den Altar,

habt untereinander ihr Zwist.

versöhnt euch, begrabt euren Zorn, eure Wut,

bevor es zu spät dafür ist. 

 

Schau nicht voller Lust auf des Anderen Frau,

denn dann ist das Herz schon verschmutzt.

Entferne dein Auge, hack ab deine Hand

wenn du sie zur Sünde benutzt. 

 

Sagt ja oder nein, doch seit niemals lau,

das Böse macht alles gern gleich.

Wer auf die Worte des Vaters vertraut,

dem schenkt er das Himmelreich. 

 

Vergeltet nicht Unrecht, das man euch getan,

seid Licht, wenn die Dunkelheit droht.

Nimmt man euch den Mantel, dann gebt auch das Hemd,

helft jedem, der bittet in Not.

 

Liebt Feinde, betet für sie zu dem Herrn

und nicht nur für die, die ihr liebt.

Schenkt weiter, was Gott schenkt an jedem Tag,

weil er uns bedingungslos gibt. 

 

Tut Gutes, erzählt nicht, wie nobel ihr seid,

der Lohn wird von Gott euch gezahlt.

Gebt in aller Stille, denn das ist sein Wunsch,

und nicht, dass ihr heuchlerisch prahlt. 

 

Betet, vergebt, wie der Vater vergibt,

plappert nicht dumm vor euch hin.

Fastet, doch so, dass niemand es merkt,

denn dann ist es nach Gottes Sinn. 

 

Sammelt nicht Geld und Besitz auf der Welt,

wie schnell ist das Leben vorbei.

Sammelt euch Schätze in Herzen und Geist,

nur das macht ein Gotteskind frei. 

 

Sorget euch nicht, was morgen wohl ist,

schaut auf die Vögel im Feld.

Jeden Tag sorgt der Schöpfer für sie,

sie haben Besitz nicht noch Geld. 

 

Schaut auf die Blumen, sie sind wunderschön,

doch einen Tag später verblüht.

So wie für sie, sorgt der Herr für den Mensch,

der selber sich fruchtlos bemüht.

 

Schaut auf die Balken im Auge bei euch,

bevor ihr den Splitter entdeckt,

der bei jedem Menschen im Herz

und oft auch im Auge steckt.“ 

 

Da war einer, der nicht tat, was alle tun,

nicht fragte: „Was ist denn mein Lohn?“

Der ging für die Sünden der Menschen ans Kreuz.

Wahrhaftig! Er ist Gottes Sohn!

 








Schwerter zu Pflugscharen        

                                        

Micha 4,3 

 

Sie bauen einen Töter.

Du kennst den Töter nicht?

Das ist die neue Waffe,

die noch mehr Tod verspricht. 

 

Sie findet viele Käufer,

denn Töten bietet Macht.

Das freut die Waffenlobby,

die über Mahner lacht. 

 

Der Töter kommt zum Einsatz,

er tötet und zerstört

und wenn er mal nicht tötet,

so hat er trotzdem Wert. 

 

Denn wird der Mensch getroffen,

doch ist er nur verletzt,

dann sagt die Töterfirma:

„Nicht schlimm, wir helfen jetzt.“ 

 

Wir liefern die Geräte

zum Einsatz im OP,

zum Abtransport Verletzter

auch noch den LKW.

 

Wir bringen euch Prothesen

und zusätzlich Knowhow,

für die zerstörten Städte,

das Material zum Bau.  

 

Das nennt man Wirtschaftskreislauf.

Geschäfte mit dem Tod.

Es bringt den Reichen Wohlstand,

den Armen Leid und Not.

 

 







Am Jüngsten Tag                                                                                         

 

Johannes 3,16-21 

 

Hier stehe ich Herr, die Hände leer,

die Schultern krumm, von Sünden schwer.

 

Hier stehe ich Herr, nichts Gutes im Sinn

und lege die Schuld ganz vor dich hin. 

 

Hier stehe ich Herr, vor dem Gericht

und was ich auch tat, es rettet mich nicht. 

 

Hier stehe ich Herr, bin völlig verloren,

doch durch deine Liebe wiedergeboren.

 

Hier stehe ich Herr, nichts bleibt verborgen,

doch du schenkst unverdient neues Morgen.

 

Hier stehe ich Herr du sprichst mich los.

Wer schenkt uns Gnade, so unendlich groß? 

 

Hier stehe ich Herr und beuge die Knie.

Wer dich nicht erkennt, erkennt Leben nie. 

 

Hier stehe ich Herr vor deiner Tür,

du sprichst voller Liebe: Komm rein zu mir.

 

  






Lebendiges Wasser      

                                                    

Matthäus 11, 28-29 

 

Es geht ein Mensch auf dünnem Eis

und hört, es knackt und knistert leis´.

Sein Glauben, einst sein Fels im Leben,

der scheint ihm kaum noch Halt zu geben. 

 

Probleme, Sorgen, Ärger, Leid,

die rauben ihm Vertrauen, Zeit.

Gebete, scheinbar unerhört,

sind, was an seinem Glauben zehrt. 

 

Er kämpft mit hätte, wenn und wäre,

versagt dem Herrgott dessen Ehre,

entzieht dem Schöpfer das Vertrauen,

um selbst sich Lösungen zu bauen. 

 

So bleibt es Flickwerk ohne Halt,

das Fundament bricht ein schon bald.

Ob Menschen, Dinge oder Geld,

es sind halt Krücken dieser Welt. 

 

Am Tiefpunkt sieht der Mensch dann wieder,

und kniet vor Jesus Christus nieder:

Wer ihm sein Leben anvertraut,

der hat es nicht auf Sand gebaut.

 

Wie Petrus kann der Mensch nun sehen,

zu niemand anderem muss man gehen.

Nur Jesus schenkt das wahre Leben,

nur er kann Ewigkeit uns geben.  

 

Sind Wege auch oft unverständlich,

erkennt beim Rückblick mancher endlich,

wenn durch das Leben Stürme toben,

schaut einer liebevoll von oben. 

 

Wir sehen von dem Teppich nur,

das Chaos von der Fadenspur,

doch Gott zeigt uns die andere Seite,

mit Mustern voller Schönheit, Weite. 

 

Selbst wenn das Eis im Leben bricht,

bleibst du im Herrn, versinkst du nicht.

Die Menschen, die auf Jesus sehen,

die werden über´s Wasser gehen. 

 

Der Herr, er reicht dir seine Hand,

er heilt, berührst du sein Gewand,

er tröstet in der Trauerzeit,

er trägt durch Elend, Not und Leid. 

 

Wer denkt sein Leben sei verloren,

wird durch Erlösung neugeboren,

der darf die Sünden übergeben,

bekommt von Jesus neues Leben.

 

Er ist das Wasser und das Brot,

das jeden sättigt in der Not

und rufst du ihn, ist er bereit,

verpasse nicht die Gnadenzeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jesus wurde, was du bist,

damit du wirst, was er ist.

 

 

 

 

Jesus Christus, ich bin ein Sünder und brauche die Vergebung meiner Sünden. Ich glaube, dass du meine Schuld am Kreuz von Golgatha getragen hast.

Ich möchte dieses sündige Leben hinter mir lassen und neu beginnen. Ich glaube, dass das nur mit dir zu verwirklichen ist. Komm in mein Herz und mein Leben.

Dir will ich den Rest meines Lebens folgen.

 

Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.

Denn durch den Glauben in deinem Herzen wirst du vor Gott gerecht, und durch das Bekenntnis deines Mundes wirst du gerettet.